Sind Sie ein Early Adopter oder ein Nachzügler in Sachen Intranet 2.0?

Diese Frage stellt James Dellow in seinem Blog ChiefTech unter dem Titel “Intranets and social computing – first mover disadvantage?“. Dies ist in Zeiten der Krise eine nicht ganz unkritische Frage, da “Intranet 2.0”-Themen (hierunter verstehe ich die Integration und Anwendung von Social Software im Intranet) aufgrund der immer noch problematischen Meßbarkeit des Erfolges (siehe hierzu auch den Beitrag “Ideas for the measurement of Enterprise 2.0 efforts”) ja nun nicht gerade populär sind. Und sie werden auch nicht populärer, wenn man nur mit dem Argument daherkommt, “wir wollen ein Early Adopter” sein.

Interessant wird es aber an dem Punkt, wo der Einsatz von Social Software im Unternehmen ein Wettbewerbsfaktor wird – weil das Unternehmen über die bessere Erschließung des Unternehmenswissen Prozesse verbessern oder neue Marktchancen durch Innovationen oder bessere Marktdurchdringung realisieren konnte. Noch einen Schritt weiter geht es dann, wenn dieses Wissen über den Markt und die Prozesse nicht mehr nur intern offengelegt werden, sondern evt. auch noch in Teilen nach außen kommuniziert werden. Die Effekte hierbei beschreibt Jon Mell in seinem Beitrag “Business 2.0”.

Wegschauen und Kopfeinziehen scheint also bei aller Nachsicht für die besonderen Beschränkungen in Krisenzeiten nicht die richtige Strategie – vielmehr ist dieses Verhalten kontraproduktiv für den Erfolg des Unternehmens.

Beim bevorstehenden Intranet SUMMIT versuchen wir uns dem Konflikt “between the desire to open up will be tempered by risk management and control” sehr diplomatisch zu nähern. Denn das Intranet muss nicht immer gleich komplett “zweinullig” sein – um einen Nutzen für das Unternehmen darzustellen. Als Werttreiber können auch klassische Intranet-Konzepte sein – Innovationstreiber sind aber IMHO nur die kollaborativen Ansätze des Intranet 2.0.


  1. Pingback: ecmworld

  2. Pingback: Intranet SUMMIT

  3. Pingback: Bjoern Negelmann