“Social Intranet” und “Enterprise 2.0” als inhaltliche Schwerpunkte des Blog-Relaunch

Nach der Zusammenführung unserer Blogs zum Themenfeld “Social Marketing” unter espresso digital im April haben wir nun auch die verschiedenen Blogs zum “Informationsmanagement” und “Enterprise 2.0” in einem System zusammengelegt. Unter dem neuen Signet des “Enterprise 2.0 Blogs” wollen wir hier in Zukunft über aktuelle und wichtige Entwicklungen rund die Veränderungen des Informations- und Kollaborationsmanagement im Unternehmen berichten.

Ein wichtiges Thema ist dabei die zunehmende Konvergenz der internen Kommunikation, der Kollaboration und dem Dokumenten- und Wissensmanagement über soziale Systeme. Begrifflich hat diese Entwicklung viele Namen – jeweils in Abhängigkeit aus welcher Warte über das Thema gesprochen wird.

Im Folgenden versuche mal kurz unser bzw. mein Verständnis auf einige Kernbegriffe hier festzuhalten bzw. gerne auch zur Diskussion zu stellen:

“Social Intranet” – als “Social Intranet” verstehe ich die Erweiterung des klassischen Intranet-Konzept durch die Integration von “Social Software”-Komponenten innerhalb des Intranet – sprich der Bereitstellung z.B. eines Wiki-Bereiches oder eines integrierten Social-Messaging-Systems mit Status-Meldungen -, die durch alle Mitarbeiter genutzt werden können. Der Unterschied zum klass. Intranet liegt also darin, dass nicht nur einige Wenige (sprich geschulte und authorisierte Personen) das Intranet mit Inhalten befüllen können, sondern in Teilbereichen alle Mitarbeiter dies “theoretisch” können.

“Wissensmanagement/Knowledge Management 2.0” – das 2.0-Labeling beim Wissensmanagement kennzeichnet für mich ebenfalls die Abkehr vom Top-Down-Gedanken in Bezug auf die Identifikation und Pflege des “relevanten” Unternehmenswissen. Statt der einigen Wenigen, die das Unternehmenswissen erfassen, strukturieren und bereitstellen sollen, versucht das “Wissensmanagement 2.0” mit Wikis, kollaborativen Taxonomy-Konzepten und auch Social Messaging-Ansätzen die Potentiale der Intelligenz der Masse zu heben. Die “Wissensmanager” verstehen sich in diesem Ansatz noch stärker als “Moderatoren” und “Mediatoren”. Die Wiki-Leute benutzen hier die Begrifflichkeit des “Gardeners” (Gärtners), der die Wiki-Benutzer anleitet und im Nachhinein versucht, Strukturen bzw. ein Ordnungskonzept für das zusammengetragende Wissen festzulegen.

“Enterprise 2.0” – während die vorangegangenen Begrifflichkeiten für mich eine eher “eingeschränkte” bzw. “Funktionsbereichs”-bezogene Ausgestaltung haben, zeichnen sich für mich die “Enterprise 2.0” Initiativen in Unternehmen durch eine weitaus größere Tragweite aus. So haben “Enterprise 2.0”-Ansätze für mich eine “strategischere Bedeutung”, die sich durch eine Abkehr von rein hierarchisch aufgesetzten “Command & Execute”-Kulturen (sprich einige Wenige geben von oben vor, was “relevant/wichtig” bzw. was wie zu nutzen ist) hin zu partizipativen Konzepten kennzeichnet. Die bereitgestellten Technologiekonzepte (Wikis, Social Messaging, Social Networks) bieten den Mitarbeitern die Möglichkeit auf unkomplizierte Weise in das Unternehmen einzubringen. Die sozialen Software-Konzepte steigern den allgemeinen Informationsfluss und mache die Vorgänge im Unternehmen transparenter, wodurch Mehrwerte durch die Potentiale der Netzeffekte realisiert werden können. Im Vergleich zu den Ansätzen des “Social Intranet” und des “Wissensmanagement 2.0” haben Enterprise 2.0 Initiativen für mich eine stärkere und direkte Einflussnahme auf die Geschäftsprozesse.

“Social Business” – als allerneuester Hype-Begriff versucht die Begrifflichkeit des “Social Business” die Limitierung auf das interne Geschehen im Sinne des “Enterprise 2.0” aufzubrechen und auch die externen Stakeholder wie Kunden und Partner mit ins Boot der “sozialen” Konzepte zu nehmen. Neben der Zweideutigkeit (als “Social Business” bezeichnen sich auch gemeinnützige Unternehmen) hat für mich die Begrifflichkeit eine weitere Unschärfe, da ihr immer wieder auch das Themenfeld des “Social Marketing” untergeordnet werden.

In diesem Blog wollen wir uns vorallem mit den ersten drei Themenbereichen beschäftigen. Und dabei auch konkret auf die Herausforderungen der Einführung und des Management solcher Initiativen eingehen. Im Zuge der Vorbereitungen zum IOM SUMMIT im September werden wir hier in den nächsten Wochen auch noch vertieft auf das Thema “Social Intranet” eingehen, was ein Schwerpunktthema der Konferenz am 28./29. in Köln bildet.


Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *