Social heißt zukünftig “Digitalisierung von Prozessen, mobile Lösungen und neue Arten der Kundeninteraktion”

Im aktuellen Experten-Interview zur CeBIT Social Business Arena haben wir mit Herrn Holger Dümpelmann, Geschäftsführer der IPI GmbH, zur Frage “Warum Social Business auf der CeBIT 2014 diskutiert werden muss!” gesprochen. Die IPI GmbH beschäftigt sich als Intranet-Agentur, mit Fokus auf Unternehmenskommunikation & Business-Lösungen auf Basis von Microsoft SharePoint, schon lange mit modernen digitalen Arbeitswelten.

Wo stehen wir beim Thema “Social Collaboration/Business” in Deutschland?

Da müssen wir zuerst die Frage beantworten: „Was verstehen wir unter Social Collaboration?“. Für uns geht es dabei um interne Arbeitswelten, in denen Menschen gemeinsam etwas erarbeiten. In unserer täglichen Arbeit als Intranet-Agentur kommt das Thema “Social” mittlerweile bei jedem Projekt auf den Tisch. Dabei geht es längst nicht mehr um das “Ob”, sondern schon lange um das “Wie”. Anwendungsfälle, die Mitarbeitern den Zugang zu neuen Kommunikationsformen bieten, werden identifiziert und oft von Fachabteilungen getrieben. Allerdings merken wir auch, dass soziale Lösungen im  Unternehmen noch auf einem rudimentären, nicht strategischen Niveau sind. Dies muss sich unserer Meinung nach ändern, damit der besondere Einfluss, den soziale Kommunikation im Unternehmen haben kann, auch Positives hervorruft – wie eine Kultur der Offenheit und mehr Leistungsfähigkeit.

Was sind die Herausforderungen für 2014?

Eine wichtige Herausforderung für 2014 wird sein zu erkennen, dass „Social“ ein Treiber für Themen sein kann, die weit über eine Vernetzung von Menschen hinausgeht. Hier geht es um Themen wie die Digitalisierung von Prozessen, mobile Lösungen und neue Arten der Kundeninteraktion. Weitere Herausforderungen werden sein:

  • Ganzheitlicher strategischer Ansatz für das Social Business (inkl. Zusammenbringen von IT, Fachabteilungen & der Geschäftsführung) und einer Methode zur Einführung
  • Einbindung von Social Tools in bestehende IT-Landschaften (CRM, E-Mail, Intranet, HR, etc.)
  • Zusammenarbeit mit Externen (Kunden, Lieferanten, Universitäten etc.)
  • Ängste in puncto Datenschutz
  • Umgang mit Cloud-Diensten
  • Kontinuierliches Change Management
  • Internes Marketing für die neuen Lösungen

Was sollte der Beitrag einer Social Business-Diskussion auf der CeBIT 2014 sein?

Wir sollten gemeinsam die Theorieakte zur Seite legen und über Beispiele aus der Praxis sprechen. Es gibt genügend Erfolgsstories rund um das Thema Social Business: Bringen wir diese auf den Tisch – oder besser gesagt auf die Bühne! Lasst uns mutig auch mal über gescheiterte Projekte sprechen, aktuelle Trends diskutieren und gemeinsam über zukunftsfähige Intranets nachdenken.

Herr Dümpelmann, vielen Dank für das Gespräch!

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Andreas Schulze-Kopp ist als Enterprise 2.0 Berater tätig und begleitet Unternehmen auf ihrem Weg zum Social Business. Von der Anfangsanalyse über die potentiellen Prozessoptimierungen, bis zur Einführung und dem Coaching der Mitarbeiter. Durch Euphorie, Begeisterung und dem Aufzeigen von Mehrwerten, versucht er Unternehmen von der ständig stärker werdenden Bedeutung einer internen sozialen Kommunikationsstruktur zu überzeugen und zu begeistern. Außerdem ist er aktiver Blogger und als zertifizierter Social Media Manager (SMA) ein bekennender Fan der sozialen Netzwerke. Außerdem ist er Autor des Fachbuches 'Enterprise 2.0: Social Software auf dem Vormarsch - Gekommen, um zu bleiben', Blogger auf dem Enterprise 2.0 Blog und Co-Moderator der Enterprise 2.0 Gruppe auf Xing und auf Google+.