Interview mit Willms Buhse zum LIDA-Award auf der CeBIT

Willms Buhse Auf der CeBIT 2014 veranstaltet Willms Buhse zum 4. Mal den LIDA-Award (“Leader in the Digital Age”). Wir haben ihn zum Award befragt. Willms Buhse ist Experte für Digital Leadership & Enterprise 2.0 und Gründer von doubleYUU, einem Beratungsunternehmen spezialisiert auf die Einführung von Prinzipien des Web 2.0 in Unternehmen. Er setzt dabei auf aktive Partizipation der Mitarbeiter und prägte das Leitmotiv „Schönheit kommt von innen”. doubleYUU unterstützt Unternehmen, von der Intelligenz des Einzelnen zur unternehmensübergreifenden kollektiven Intelligenz zu gelangen.

1) Hr. Buhse – auf der CeBIT 2014 veranstalten Sie zum 4. Mal den LIDA-Award und zeichnen dabei die “Leader in the Digital Age” aus. Was steckt dahinter?

Mit dem LIDA-Award zeichnen wir jedes Jahr Persönlichkeiten aus, die das Potential des digitalen Zeitalters als Pioniere umsetzen. Sie implementieren vernetzte Arbeitsprozesse in ihren Unternehmen und verändern damit deren Kultur. Der Preis ist unter meiner Leitung aus einer Zusammenarbeit des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums mit mehr als 20 namhaften deutschen Unternehmen entstanden.

2) Warum braucht es diesen Award?

Die globale Netzkultur prägt den Wettbewerb und die Gesellschaft und damit auch die Menschen, die dort arbeiten oder eigene Unternehmen starten. Der Award honoriert die Pionierleistungen von Führungskräften, die diese Veränderungen in die Unternehmen tragen und als Vorbild für diejenigen dienen, die in ihren Bereichen an zukunftsweisenden Projekten arbeiten. Die Digitale Transformation ist derzeit in vollem Gange. Unternehmen sind mehr denn je gefordert, dem digitalen Zeitalter auch im Hinblick auf Strategie, Struktur und Kommunikation Rechnung zu tragen.

3) Wodurch charakterisieren sich die “Leader in the Digital Age”?

Sie sind mutig und kreativ. Sie geben inspirierende Beispiele für Entscheider und nehmen kluge Weichenstellungen für radikale Umbrüche vor. Sie verankern eine von Agilität, Partizipation, Offenheit und Transparenz geprägte Management-Kultur in ihren Unternehmen und verändern so langfristig die Gesellschaft.

4) Als neue Kategorie bei dem LIDA-Award wurde dieses Jahr der “Project Leader of the Year” hinzugefügt. Was war die Motivation dahinter?

Häufig gehen großartigen Entwicklungen innerhalb von Unternehmen erfolgreich umgesetzte Projekte voraus. Wir wollten mit der neuen Kategorie die Projektleiter auszeichnen, die durch ihr zielorientiertes und standhaftes Agieren und ihre innovativen Strategien und Konzeptansätze Unternehmen von innen heraus verändern und ihre Zukunftsfähigkeit sicherstellen.

5) Wie schätzen Sie die Entwicklung der digitalen Transformation in den Unternehmen ein? Wo stehen wir da?

In unserer Arbeit bei doubleYUU haben wir festgestellt, dass mit dem digitalen Wandel ein Wandel der Gesellschaft einhergeht und dieser nunmehr in fast allen Unternehmen angekommen ist. Das war vor wenigen Jahren noch ganz anders. Was die Umsetzung angeht sind die Unternehmen auf einem sehr unterschiedlichen Stand. Insgesamt sehen wir die technische Perspektive in einer guten und spannenden Entwicklung, unterschiedliche Erwartungen bezüglich Kommunikation und Zusammenarbeit lassen aber tiefe Gräben in Unternehmen entstehen. Brücken über diese Gräben zu bauen ist eine der größten Herausforderungen, vor denen die Führungskräfte auf allen Ebenen stehen. Nicht allen ist das jedoch klar. Häufig heben sie diese Gräben fleißig selbst mit aus. In unseren Transformationsprojekten versuchen wir, diesen Brückenbau zielgerichtet zu unterstützen, um klassische Organisationsformen stärker zu vernetzen und damit schneller, innovativer und effizienter zu machen.

6) Sie sind ja auch mit einem Award-Gewinner am 11. März auf der Bühne der Social Business Arena eingeplant. Gibt es da schon einen Namen bzw. wie läuft der Auswahlprozess ab?

Die Auswahl der Gewinner hat die hochkarätige LIDA-Jury bestehend aus Größen aus Wirtschaft, Wissenschaft und ehemaligen Preisträgern getroffen. Es waren so viele Bewerbungen und Nominierungen wie noch nie. Lassen Sie sich überraschen!

7) Welche Erwartung bringen Sie für die neue Social Business Arena @ CeBIT mit?

Ich finde die Initiative wirklich toll, alle Interessierten an diesem Thema auf der CeBIT zusammenzubringen. Ich freue mich sehr darauf, bei dieser Gelegenheit auf alte und neue Kontakte zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Wer weiß, vielleicht ist darunter auch ein Kandidat für den LIDA-Award 2015?

8) Die offizielle Award-Veranstaltung findet dann am Abend des 11. März statt. Wie kann man daran teilnehmen?

Die Veranstaltung findet in sehr exklusivem und feierlichem Rahmen statt. Für eine Teilnahme an der Verleihung kann sich jeder bei uns bewerben, der das Formular auf der Homepage des LIDA Awards ausfüllt und erklärt, warum sie/er dabei sein sollte. Ich freue mich auf viele interessante Gäste!

Vielen Dank für das Interview, Herr Buhse!

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Frank Hamm ist selbstständiger Berater für Kommunikation und Kollaboration. Er berät und unterstütz Unternehmen, Organisationen und Personen bei dem digitalen Wandel. Über seine Themen Enterprise 2.0, Social Business, Social Collaboration, Public Relations, Social Media und Office Productivity bloggt er im INJELEA-Blog.






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