Timo Mornhinweg (Know How! AG): Herausforderung besteht darin, die Transformation parallel zum Kerngeschäft voranzutreiben!

Im zweiten Interview mit Vertretern unserer Sponsoren beim IOM SUMMIT haben wir heute die Antworten von Timo Mornhinweg, Senior Partner Manager bei der Know How! AG. Er hat uns spannende Antworten auf unsere Fragen rund um Digital Workplace und die Transformation der Arbeit geschickt.

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1) Was steckt für Sie hinter den Schlagworten „Digital Workplace”, und „Transformation der Arbeit”? Was ist Ihre Erklärung für das Thema und seine Bedeutung?

Nach meinem Verständnis funktioniert der „Digital Workplace“ durch eine „Transformation der Arbeit“. Durch den Einsatz und die Verwendung verschiedener Social Media Tools im Unternehmen werden mein Arbeitsalltag und meine Arbeitsweise hin zum „Digital Workplace“ transformiert und es wird kollaborativ(er) zusammengearbeitet: Tools wie ein Unternehmens-Wiki, File-Sharing-Möglichkeiten, Instant-Messaging sind in immer mehr Unternehmen etablierte Werkzeuge. Wobei das meiner Meinung nach den Digital Workplace nicht alleine ausmacht, sondern die vollständige Digitalisierung der Arbeitsprozesse, zeit- und ortsunabhängig.

2) Warum muss man auch 2015 noch über die Grundlagen der Transformation der Arbeit in den Unternehmen aufklären?

Viele Unternehmen stehen noch in den Startlöchern. In jedem Unternehmen gibt es Treiber und einzelne Projekte, ohne dass die Transformation der Arbeit in der breiten Masse angekommen, geschweige denn vollzogen wäre. Die jeweiligen Entscheider in den Unternehmen tun sich oft schwer den konkreten Business Value zu erkennen. Darüber hinaus ist es eine große Herausforderung die Transformation parallel zum Kerngeschäft voranzutreiben und zu bewältigen.

3) Was macht für Sie eine gute Strategie zum Thema „Transformation der Arbeit” und „Digital Workplace” aus?

Eine gute „Transformation der Arbeit“ und „Digital Workplace“ Strategie integriert sich in die definierte Unternehmensstrategie. Hierbei sollten die unterschiedlichen Zielgruppen bei der operativen Umsetzung berücksichtigt werden, um somit langfristig gesehen zur besseren Erreichung der Unternehmensziele beizutragen. Wir empfehlen von Projektbeginn an Multiplikatoren zu identifizieren und aufzubauen. Außerdem sollten für die verschiedenen Zielgruppen spezifische Enabling-Maßnahmen angeboten werden.

4) Gibt es für Sie Prozessfelder, wo für das Thema relativ sicher „Quick Wins” erzielt werden können?

Wenn in Unternehmen mit der Digitalisierung begonnen wird, stellen sich meistens als erstes Netzwerkeffekte ein. Zeitlich folgen dann verschiedene Erfolgserlebnisse für die einzelnen User: Einfachere Expertensuche, gemeinsame Ideenfindung und die Bildung von Communities. Die Herausforderung besteht darin diese Erfolge und Motivation zu nutzen, um eine größere Veränderung, wie z. B. Projekt(zusammen)arbeit und Digitalisierung von Prozessen, anzustoßen.

5) Was ist Ihre zentrale Empfehlung für die Einführung und Etablierung dieser Konzepte im Unternehmen?

Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass das Projekt in den Unternehmen nicht als „klassisches IT-Projekt“, sondern als ganzheitlicher „Change-Prozess“ aufgesetzt wird: Der Digital Workplace zieht sich durch das komplette Unternehmen und bedeutet für alle Mitarbeiter einen Change, der begleitet werden muss. Hierbei ist es wichtig, dass für die verschiedenen Zielgruppen das passende Enabling bestehend aus Change, Kommunikation und Qualifizierung erfolgt. Es empfiehlt sich, die Hauptzielgruppen Führungskräfte, User und Community Manager als auch Ambassadoren zu unterscheiden.

6) Welche Erwartungen haben Sie an den SUMMIT?

Von dem Summit erwarte ich mir wie in den letzten Jahren neue Anregungen und spannende Gespräche mit anderen Experten und freue mich, die im letzten Jahr geknüpften Gedanken weiterzuführen und weiterzuentwickeln.

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