Michael Fryczewski: Break the Chains – die Mauern der Wissens-Silos einreißen!

Zum Wochenstart freuen wir uns über die Antworten von einem weiteren Referenten beim IOM SUMMIT: Michael Fryczewski ist Service Manager IT Inter-/Intranet bei der Heidelberger Druckmaschinen AG und schon mehrfach Referent bei unseren Veranstaltungen gewesen. In seinem aktuellen Projekt bei den Heidelberger Druckmaschinen steht das Wechselspiel von Kulturwandel und Kollaboration im Mittelpunkt.

Mfryczewski

1. Hr Michael Fryczewski – Sie halten beim IOM SUMMIT einen Vortrag über Ihre Erfahrungen aus Ihrem Projekt. Mit welchen drei Schlagworten können wir Ihren Vortrag auszeichnen?

Wir stehen bei Heidelberg vor großen Veränderungen: Der Markt verändert sich sehr. U.a. war das Druckgeschäft von je her sehr lokal geprägt und genau das ändert sich stark in den letzten Jahren: Unsere Kunden, Partner und Themen werden immer globaler und erwarten auch von uns, dass wir sie bei diesen Herausforderungen bestmöglich unterstützen. Deshalb handelt mein Vortrag vor dem Hintergrund von Globalisierung und Veränderung, dem damit einhergehenden Kulturwandel und die sich daraus ergebenden Anforderungen an Kollaboration in einer „One global Company“.

2. Können Sie uns einen kurzen Einblick, in die Zielsetzung und den Konzeptansatzes Ihres Projektes geben?

Unser Ziel ist es, mit unserer Intranet- und Kollaborationslösung die gesamte Unternehmensstrategie der Heidelberger Druckmaschinen AG zu unterstützen. Mit unserem Projekt wollen wir in der IT die wichtigen Schritte machen, um die Limitierung von Produktivität durch starre Org-Strukturen aufzuheben und die Mauern der bestehenden Wissenssilos zu sprengen: „Break the Chains“.

In unserem Konzept spielt Informationsarchitektur eine große Rolle: Wir strukturieren Dokumente und Zusammenarbeitsräume nach Themen in einer Arbeitswelt und machen diese optimiert zugänglich. Zusätzlich soll die für die Anwender oftmals schwierige Usabillity von SharePoint durch ein kontextbezogenes Hilfetool erhöht werden.

3. Wo stehen Sie derzeit bei der Umsetzung Ihres Projektes?

Wir haben unsere Vision definiert, erarbeitet und bereits prototypisch erprobt. Nun starten wir mit der Umsetzung im ersten großen Geschäftsbereich.

4. Was waren die größten Herausforderungen auf dem Weg?

Unsere eigene Vergangenheit der historisch gewachsenen SharePoint-Lösung in der die schwierigen Themen Strategie, Governance und Ownership und nicht ausreichend beachtet wurden. Hier gilt es dem Thema Intranet/SharePoint ein positives Image zurückzugeben. Auch die Unternehmenskultur mit ihren Wissenssilos und dem immer wieder anzutreffenden „Not invented here-Syndrom“ ist häufig ein Thema.

5. Welche Empfehlungen können Sie anderen Verantwortlichen geben? Worauf sollte bei einem solchen Projekt geachtet werden bzw. was würden Sie evtl. anders oder besser machen?

Projekte sind, so wie auch beim Heidelberg Intranet in der Vergangenheit, oft stark technikgetrieben. Der Schwerpunkt sollte jedoch auf den Bedürfnissen der Anwender und der Geschäftsbereiche liegen: Deren Anforderungen genau zu kennen und zu berücksichtigen, und die Anwender mitzunehmen, ist für mich der Schlüssel zum Erfolg.

6. Welche Erwartungen haben Sie an den IOM SUMMIT?

Ich erhoffe mir, interessante Anregungen und Ideen für zukünftige Entwicklungen bei Heidelberg mitnehmen zu können und freue mich auf einen regen Erfahrungsaustausch.