#cebiteda16 Interview: Nachgefragt bei Lutz Hirsch #papier #fussabdruck #easybiz

IMPULS_2Heute richten wir den Blick auf den 17.03.2016, wenn im Experte-Panel zum Thema “HR und Sales als Treiber für den digitalen Wandel” diskutiert werden wird.

Nachgefragt haben wir bei Lutz Hirsch, Inhaber der Agentur Hirschtec, und seine Antworten auf unsere Fragen legen nahe, um 14:40 Uhr am 17.03. in der Enterprise Digital Arena Platz zu nehmen – lesen Sie selbst:

 

#papier #fussabdruck #easybiz

sind die drei Hashtags, die Lutz Hirsch seinem Impulsvortrag mit auf den Weg gibt. Unsere Frage lautete: Wenn Sie drei Hashtags nutzen können, um Ihren Impulsvortrag zu charakterisieren – welche wären dies?

Zündende Thesen

Mit welcher Botschaft wollen Sie die anschließende Diskussion entzünden?

3 Thesen:

  • Ausserhalb der Kerngeschäftsprozesse und besonders im Bereich HR ist „digitale Durchgängigkeit“ die Ausnahme, nicht die Regel.
  • Ungelöst ist der Wissenstransfer der Generation, die die Unternehmen in den 2020er – Jahren zu großen Teilen verlassen wird.
  • Der Vertrieb arbeitet im Spannungsfeld: Zum Kunden digital optimiert, im Unternehmen digital verwirrt.

Neue Übereinkünfte müssen mit HR ausgehandelt werden.

HR stand bisher nicht unbedingt in der ersten Reihe des digitalen Wandels. Worin liegt (jetzt) die treibende Rolle?

2 Faktoren bestimmen die neue Rolle ganz wesentlich:

HR wird zum ‚Business Owner‘ für den neuen digitalen Arbeitsplatz und die Ausprägung der digitalen Arbeitskultur. Die bisherige Aufteilung zwischen IT und Unternehmenskommunikation bei der Entwicklung von modernen Intranets greift für den digitalen Arbeitsplatz zu kurz.

IT stellt die Plattform bereit, die Unternehmenskommunikation fokussiert sich oft auf Nachrichten und das Netzwerken mit den Mitarbeitern. Die neue Form der digitalen und vernetzen Zusammenarbeit erfordert jedoch neue gemeinsame Übereinkünfte, die maßgeblich und gemeinsam mit HR ausgehandelt und weiter entwickelt werden müssen.

Der zweite Faktor ist ein echter Klassiker: das Thema ‚Wissenstransfer‘. In die vernetzte Arbeitswelt übertragen bieten sich hier ganz neue Chancen, die aus unserer Erfahrung oft von HR ergriffen werden können.

HR und Sales können ihre ganze Stärke ausspielen.

Auf Ihrer Internetpräsenz findet sich bei Ihrem Profil ein Zitat von Georg Christoph Lichtenberg: „Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden.“ Was, in diesem Sinne, wäre das „anders werden“, und worin liegen die Stärken von HR und Sales, diesen Prozess zu treiben?

LutzHirschDas Zitat sagt ja: Nur weil etwas anders geworden ist, ist es nicht zwingend besser. Nur weil Unternehmen ein Social Network einführen, werden die Mitarbeiter also nicht automatisch besser miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Aber wenn die heutigen Schwierigkeiten mit der Expertensuche, der Suche nach relevanten Informationen und mit den vorhandenen digitalen Brüchen überwunden werden sollen, müssen Unternehmen etwas anders machen.

Das ‚anders‘ ist nicht nur eine Software einzuführen und darauf zu hoffen, dass danach mit den vielen tollen neuen Funktionen alles schlanker, effizienter und produktiver wird. Vielmehr bedeutet ‚anders‘ die neue Kultur der Zusammenarbeit und Kommunikation behutsam als Business und Change-Initiative aufzusetzen und langfristig zu begleiten.

Unternehmen müssen sich von begrenzten ‚IT-Projekten‘ verabschieden und sich auf die Reise machen: „Wir führen keine neue Software ein, sondern eine neue Form der Arbeit – das muss uns allen klar sein’. Dieses Zitat eines unserer Kunden ist ein sehr schönes Beispiel dafür.

HR und Sales können in diesem Zuge ihre ganze Stärke ausspielen: HR begleitet den organisatorischen und kulturellen Wandel. Sales bringt die Business-Sicht ein und liefert einen großen Teil eines möglichen Business Case. Denn was zieht mehr für das Management, als dieser Satz: „Wir arbeiten besser zusammen, sind besser informiert und können dadurch unsere Kunden besser bedienen und mehr Leistungen und Produkte verkaufen.”

Vielen Dank, Herr Hirsch, und was es ganz besonders spannend macht, sind Ihre Hashtags – am 17.03. werde ich bei Vortrag und Diskussion daraufhin ganz besonders meine Ohren spitzen.

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.