Studie zum Business Einsatz von SharePoint: Wie Unternehmen damit arbeiten und was sie von Microsoft erwarten

Mit SharePoint hat Microsoft eine mächtige Plattform erfolgreich in den Unternehmen platziert, die für so ziemlich alles von der Dokumentenverwaltung über Intranet bis Social Collaboration eingesetzt werden kann. Doch in dieser Vielgestaltigkeit liegt manchmal auch die Krux von SharePoint: Wofür setzten es Unternehmen tatsächlich ein, und welche Potenziale schlummern vielleicht ungenutzt? Diesen Fragen rund um den konkreten SharePoint-Einsatz geht die SharePoint Anwenderstudie 2016 auf den Grund. Darüber diskutiert auf der Enterprise Digital Arena am Mittwoch um 13:20 ein Expert-Panel.

ArnoHitzgesProf. Dr. Arno Hitzges, einen der Initiatoren der Studie, haben wir vorab schon einmal zu ein paar grundlegenden Aspekten befragt.

Mit welchen drei Hashtags würden Sie Ihren Beitrag charakterisieren?

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Warum? Microsoft marschiert mit großem Tempo in die Cloud, Collaboration ist das Hype-Thema der letzten Jahre, doch im deutschen Markt begegnet man diesen Themen mit einer gewissen Skepsis. Mit unserer SharePoint Anwenderstudie, die wir nun bereits zum dritten Mal durchführen, versuchen wir ein reales Abbild des Business-Einsatzes von SharePoint und Office365 zu liefern. Wo passen Microsofts Wunsch und Anwenders Wirklichkeit zusammen, und wo klaffen sie noch auseinander?

Was will denn der Markt wirklich, und wo ist die Zufriedenheit der Anwender am höchsten?

Eine der ersten Erkenntnisse unserer Anwenderumfrage ist, dass bei den Kunden nach wie vor Dokumentenmanagement ganz oben steht, gefolgt von Suche und Teamsites. Besonders hoch liegt übrigens auch die Zufriedenheit bei den Themen Teamsites und Suche. Hier hat also Microsoft offenbar einen guten Job gemacht.

Und wo haben die Anwender Schmerzen, in welchen Bereichen konnten Sie eine Unzufriedenheit mit der Plattform feststellen?

Interessant war hier insbesondere die Frage nach dem persönlichen Nutzen. Der ist für 48 Prozent immer noch nicht klar. Auch bei der Wahrnehmung der Bedeutung von SharePoint existieren noch Defizite. Von vielen wird die Plattform lediglich als Datengehilfe der IT wahrgenommen. Viele kleinere Usability Probleme sorgen dann insgesamt dafür . dass Akzeptanz und Nutzerdurchdringung noch Potential haben. Die Lizenzen sind aus Sicht von Microsoft verkauft – aber werden Sie auch genutzt?

Apropos „Lizenzerlöse“: Die Cloud treibt ja Hersteller und Anwender um. Geht es nach den Anbietern, sollten die Kunden möglichst viele Workloads möglichst schnell in die Wolke transferieren. Was sagen die Anwender dazu?

Gerade Deutschland ist ja als Nest des Widerstands bekannt, und das merkt man auch im Microsoft-Kundenumfeld. Nach wie vor betreibt der überwiegende Teil seine Systeme im Unternehmen, oder man hat einen gemischten Betrieb eingerichtet. Viele haben Bedenken im Bereich Sicherheit oder schlicht Angst davor, noch abhängiger vom Anbieter zu werden.

Wie wichtig ist den Unternehmen Social Collaboration, und wie sieht es mit Zukunftsthemen wie der Digitalen Transformation aus?

Bei Social herrscht noch einige Skepsis und Zurückhaltung, viele Firmen sind aber auch sehr aktiv und erfolgreich damit. Bei Unternehmen, die einen Microsoft –Fokus in ihrer Unternehmenssoftware haben, führt ganz klar SharePoint.  Unter den übrigen Verfolgern sticht vor allem IBM Connections heraus. Als wichtigste Hindernisse für den Einsatz wurden genannt, dass die Mitarbeiter solche Angebote nicht nutzen, und dass kein geschäftlicher Nutzen erkennbar ist.

Interessant war auf Entscheiderebene die Verständnis von SharePoint in Bezug auf die digitale Transformation. Immerhin 39 Prozent sehen dieses Zukunftsthema als Ziel ihres SharePoint-Einsatzes.

Warum ist eine Studie über den Einsatz von SharePoint gerade jetzt wichtig?

Der Markt ist im Umbruch, einerseits steht mit SharePoint 2016 die nächste OnPremise Version vor der Tür, andererseits pushed Microsoft die Cloud. Viele Unternehmen brauchen einen validen Orientierungspunkt in Sachen SharePoint. Entweder haben sie hier bereits investiert, stellen fest, dass die Anwenderakzeptanz aber noch nicht den durchschlagenden Erfolg hat. Sie müssen jetzt entscheiden, über welche Art der Zusammenarbeit SharePoint als Intranet-Lösung sich noch weiter amortisieren könnte. Oder sie überlegen, ob sie die Plattform weiterhin komplett in den eigenen Rechenzentren durchführen, oder die Cloud als Alternative in Betracht ziehen. Schließlich ist es für die rund 30.000 deutschen Microsoft Partner auch wichtig, zu wissen, wo die wirklichen geschäftlichen Potenziale beim Kunden liegen, um die individuellen Beratungsportfolios daran auszurichten.

Vielen Dank für das interessante Interview. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Registrieren Sie sich noch heute kostenfrei für die CeBIT Enterprise Digital Arena am 16. 17.03.

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