SharePoint 2016 auf dem Weg zur Infrastrukturlösung für die Zukunft der Arbeit?

Heute ist der große Tag des offiziellen SharePoint 2016 Launch-Events, bei dem Microsoft medial mehr über Vision und Roadmap der neuen SharePoint-Version aufklären will. Nachdem man bei Microsoft noch vor drei Jahren die Position vertrat, dass die Zukunft nur in der Cloud bei SharePoint Online und Office 365 liegt, ist man nun doch noch einmal einen Schritt zurückgegangen und sieht auch hybride Ansätze als mögliche Lösungswege für Unternehmen. Hierin liegt die zentrale Positionierung der SharePoint 2016 Lösung, die Unternehmen den Übergang von On-Premise zur Kombination mit Cloud-Diensten erleichtern bzw. den Weg in die flexiblere Zukunft der Arbeit ebnen soll.

Spannend ist dabei sicherlich nun die engere Verknüpfung von On-Premise-Lösung und Clound-Diensten. Denn auch in der digitalen Zukunft ist das Thema “Information Governance” nicht komplett aus der Welt. Natürlich gibt es auch in Zukunft noch Anwendungskontexte, bei denen die Speicherung von Informationen auf eigener Infrastruktur Sinn macht und evt. sogar Pflicht ist. Dennoch gilt es natürlich, die Grenzen der eigenen Systeme aufzubrechen und die Kollaboration entlang von Informationen und Dokumenten nicht nur auf die eigene Mitarbeiter-Domaine zu beschränken. Immer mehr müssen Partner und Kunden in den Informationsfluss und die Kollaboration mit eingebunden werden. Auch der Mitarbeiter ist ja immer weniger auf den einen Arbeitsort gebunden und nicht immer innerhalb einer “Domaine”. Daher ist die Zwitter-Ausrichtung der Lösungsansatzes von SharePoint 2016 durchaus ein nachvollziehbarer Schritt – bei dem nun das Thema “Enterprise File Sharing” stärker berücksichtigt wird.

Dass dabei nicht alles Gold ist, was glänzt, ist sicherlich allen klar – daher ist es um so wichtiger neben den “glänzenden” Neuheiten auch die Veränderungen, Abkündigungen und Einschränkungen zu diskutieren. Da hier ein großer Informationsbedarf besteht, haben wir bei Kongress Media kurzerhand eine kleine Fachveranstaltung lanciert, die ich hiermit gerne ankündigen will. Es geht um die “SharePoint Infodays” im Juli (in Frankfurt und München), bei denen wir über diese Aspekte aufklären wollen und einen Erfahrungsaustausch unter Verantwortlichen initiieren wollen.

Im Kern diskutieren wir dabei die Konsequenzen der Veränderungen wie z.B. der Abkündigung der SharePoint Foundation, die Ausgrenzung der Excel Services und des ForeFront Identity Managers sowie aber auch die bessere Integration mit OneDrive und Office 365. Die Veranstaltung richtet sich dabei an SharePoint-Infrastruktur-Verantwortliche aus den Anwendungskontexten Dokumenten-Management, Intranet-Konzepten und Kollaborationsansätzen.

Warum die Diskussion wichtig ist, belegt ganz schön ein CIO-Artikel aus dem März unter dem Titel “7 things CIOs should know about SharePoint Server 2016“:

  1. SharePoint Server 2016 might be the last version of SharePoint designed to run on premises
  2. There will no longer be a free version of SharePoint for smaller shops or departmental use
  3. Excel Services has vanished, and to get Excel functionality, you must use Office Online Server
  4. Managing SharePoint from the command line is pretty much a PowerShell-only affair these days
  5. The migration process to SharePoint Server 2016 will be a bit involved, depending upon from where you are starting
  6. The Microsoft workflow and forms solution InfoPath is now moribund
  7. There is a big focus on hybrid connectivity in SharePoint Server 2016

Weitere interessante Beiträge zum Thema sind hier zu finden:

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