Die digitale Transformation braucht den Digital Workplace als “Etappenziel”!

Wir sind gerade in Vorbereitungen zum IOM SUMMIT im September, wo es einmal mehr um den digitalen Wandel des Unternehmens geht. Spannende Experten- und Fachbeiträge diskutieren dabei die unterschiedlichen Facetten der Projekte und einmal mehr stellt sich die Frage – wo stehen die Unternehmen bei der Etablierung digitaler Formen der Zusammenarbeit und der Unterstützung der digitalen Transformation im Unternehmen.

Der “Digital Workplace” stellt hierbei gleichsam “Henne und Ei” da – denn die “digitale Arbeitsplatzumgebung” ist sowohl Gegenstand als auch Hebel des digitalen Wandels im Unternehmens. Man kann durchaus sagen, dass der “Digital Workplace” – in der Form einer im Geschäftsprozess integrierten, digitalen Plattform für eine transparentere, abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und dem damit verbundenen, erhöhtem Informations- und Wissenaustausch – ein elementares “Etappenziel” für die digitale Transformation darstellt. Denn erst mit der verbesserten Zusammenarbeit über diese Plattform können überhaupt die disruptiven Zielsetzungen der digitalen Transformation wie z.B. einer erhöhten digitalen Kundenorientierung oder ein vernetztes Geschäftsmodell realisiert werden.

Gleichsam gilt aber auch, dass die per se offeneren und transparenteren Formen der digitalen Zusammenarbeit ein Fundament bezüglich einer neuen Denke und Kultur für die Zusammenarbeit im Unternehmen brauchen. Hier braucht es die “Befähigung” (neudeutsch das Enablement) für das digitale Arbeiten in der Organisation – auf den verschiedenen Ebenen.

Aktuelle Breitenstudien zeigen, dass die Unternehmensrealität in der Breite der Unternehmen immer noch weit davon entfernt ist – die zwei Stufen umgesetzt zu haben. Beim IOM SUMMIT – wie auch bei unseren anderen Veranstaltungen in diesem Themengebiet – geht es also weiterhin darum, mit welchen Ansatzpunkte der Entwicklungspfad zur ersten Stufe (“erfolgreiche Etablierung einer digitalen Plattform für eine bessere innerbetriebliche Zusammenarbeit und Kommunikation”) und danach zur zweiten Stufe (“erfolgreiche Unterstützung des digitalen Wandels im Unternehmen durch neue Form der Zusammenarbeit und digitalen Organisation”) verständlich und “begehbar” gemacht werden können.

Die (R)Evolution steht erst am Anfang!

Auch wenn mitunter vieles schon gesagt, dokumentiert und aufgeschrieben wurde – so gilt doch, dass die Entwicklungen in diesem Themenfeld weiterhin erst am Anfang stehen. Es sind die Leuchtturm-Projekte und manchmal auch -Unternehmen, die – wie Robert Bosch oder Continental – hervorstechen, viele Anstrengungen unternommen werden und die Projektverantwortlichen auch gerne darüber berichten. Aber auch wenn über diese Leuchttürme viel geschrieben wird, so gilt auch hier – dass diese Unternehmen noch lange nicht in der Gänze reformiert oder transformiert sind.

Die aktuell veröffentlichte “Deutsche Social Collaboration Studie” von Campana-Schott und der TU Darmstadt zeigt einmal mehr, dass es schon auf der ersten Stufe zur Etablierung einer Plattform für eine neue Form der Zusammenarbeit große Unterschiede zwischen den Unternehmen gibt. So ergab die Befragung von Mitarbeitern aus mehr als 500 Unternehmen nach wie vor eine “große Lücke” zwischen den “hohen Erwartungen und dem Unternehmensalltag”. Die befragten Unternehmensvertreter hatten den Social-Collaboration-Projekten zwar eine hohe Bedeutung bei der Verbesserung der Arbeitseffektivität und -effizienz zugeschrieben, aber in der (Umsetzungs-)Realität fanden die Forscher nur Anwendungsszenarien, die derartige Ansätze verfolgten. Ferner bescheinigten die Studienergebnisse insbesondere dem Mittelstand einen Nachholbedarf – bei der Erschließung der digitalen Potentiale durch eine bessere und effektivere Zusammenarbeit. Beim IOM SUMMIT wird Adrian Engelbrecht von der TU Darmstadt über die Detailergebnisse der Studie berichten.

Eine andere derzeit in der Auswertung stehende Studie ist die Langzeit-Untersuchung von Jane McConnell, die jährlich mit einem Panel von mehr als 300 Unternehmen die Entwicklung der Ziele und Schwerpunkte der Projekte der digitalen Transformation analysiert. Beim Enterprise Digital SUMMIT in Paris gab Jane einen kurzen Einblick in die aktuelle Untersuchung und die Entwicklungen in den Projekten. Dabei stellte sie einmal mehr heraus, dass viele Projekte die digitale Transformation des Geschäftsmodelles (die zweite Stufe) gar nicht im Blick haben, sondern vielmehr (noch) der Zielsetzung folgen, zunächst einmal das bestehende Geschäftsmodell durch eine bessere Zusammenarbeit zu verbessern.

 

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Das Bild der Studien und Projektberichte zeigt, dass wir mitten in der (R)Evolution stecken. Der “Digital Workplace” als Plattform und seine erfolgreiche Etablierung stellt dabei eine kritische Erfolgsgröße für die Unternehmensentwicklung dar. Wie die Organisation und Organisationsmitglieder für die erfolgreiche Etablierung und Nutzung dieser Plattform “befähigt” werden, ist zentrale Fragestellung der Diskussionen beim IOM SUMMIT – auf die wir uns bereits sehr freuen.






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