#ioms16 Asja Hermanns, B. Braun Melsungen, über die Integration verschiedener Tools in einer Digital Workplace Plattform

Fallstudien sind immer ein wenig wie Antworten auf Good Practice Beispiele. Und daher mehr als willkommen. Asja Hermanns von B. Braun Melsungen trägt mit dem Bericht über ihre Fallstudie mit Sicherheit dazu bei, eigenen Überlegungen neuen Schwung zu verleihen.

Asja Hermanns

 

Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik und Personalentwicklung arbeitete Asja Hermanns vier Jahre im Wissensmanagement der SMA Solar Technology AG gearbeitet. Dort führte sie als Projektleiterin verschiedene Wissensmanagement-Projekte durch, insbesondere die Auswahl und Einführung von IT-basierten Wissensmanagement-Tools. Anfang 2014 wechselte sie zu B. Braun, einem führenden Anbieter von Lösungen für den Gesundheitsmarkt, und arbeitet seitdem in der Unternehmenskommunikation. Innerhalb des Teams Digital Communications verantwortet sie das Social Intranet, das B. Braun Knowledge Center (BKC). Als Projektleiterin ist sie für die Weiterentwicklung und weltweite Einführung des BKC zuständig.

 

Frau Hermanns – Sie referieren beim IOM SUMMIT.  Mit welchen drei Schlagworten können wir Ihren Vortrag auszeichnen?

#Confluence Wiki #Localization #Scrum

Was haben Sie sich zum Start des Projektes versprochen?

Als 2012 das Intranet-Relaunch-Projekt startete, wollten wir ein Social Intranet für alle Mitarbeiter weltweit entwickeln. In unserem neuen Intranet sollte zum einen die weltweite Zusammenarbeit vereinfacht beziehungsweise ermöglicht werden. Zum anderen sollten unseren Kollegen schnellen und einfachen Zugriff auf alle B. Braun Applikationen und Inhalte erhalten.

Alle Informationen, die für die alltägliche Arbeit relevant sind, sollten mit nur wenigen Klicks erreichbar sein. Darüberhinaus sollte das neue BKC aktuellen Trends im Bereich Social Features folgen.

Konnte das Versprechen eingelöst werden?

Ja, unser Intranet ist heute erfolgreich in über 60 Ländern und über 10 verschiedenen Sprachen eingeführt. Das BKC bietet mit seinen Wikis die ideale Plattform für die internationale Zusammenarbeit. Unsere Enterprise Search, die alle strategisch wichtigen Applikationen durchsucht, hilft den Mitarbeitern schnell die richtigen Informationen zu finden.

Außerdem ist das BKC personalisierbar und bietet einige Social Features, die die Mitarbeiter gerne angenommen haben, wie beispielsweise unseren BKC Microblog oder die Features Teilen, Kommentieren, Like.

Was war die grösste Herausforderung auf dem Weg dorthin?

B. Braun hat mehr als 55.000 Mitarbeiter in 64 Ländern mit unterschiedlichen Sprachen. Das neue B. Braun Intranet musste also viele verschiedene Anforderungen erfüllen, lokalisierbar und flexibel sein. Zum einen sollten globale Inhalte für alle Mitarbeiter bereitgestellt werden. Zum anderen sollten die Länder die Möglichkeit bekommen, eigene lokale Inhalte zu veröffentlichen. Dabei sollte auch die internationale Zusammenarbeit vereinfacht, gleichzeitig jedoch die Informationsflut reduziert werden.

Außerdem arbeiteten wir im Rahmen des Intranet-Relaunch-Projekts das erste Mal nach SCRUM. Dies war eine Herausforderung, da uns das Vorgehen neu war, aber gleichzeitig auch eine große Chance für eine flexible Umsetzung aller Anforderungen.

Was wurde getan, um diese Herausforderung erfolgreich zu lösen?

Wir haben uns für ein Confluence Wiki als Basis für das BKC entschieden, um auf alle Anforderungen reagieren zu können. Unser Dienstleister //SEIBERT/MEDIA unterstützte uns bei der Umsetzung des Projekts und passte Confluence nach unseren Bedürfnissen an. Der Confluence Standard wurde kombiniert mit eigenen Entwicklungen und so erschufen wir unser ganz persönliches B. Braun Knowledge Center, bestehend aus klassischen Intranet-Inhalten, Wikis, einem Microblog, Apps, Mitarbeiter-Profilen, Enterprise Search, etc.

Jeder B. Braun Standort kann seine eigenen Inhalte pflegen und bekommt diese gemeinsam mit den global relevanten Themen angezeigt. Außerdem steht unser BKC in mehr als 10 verschiedenen Sprachen zur Verfügung.

Darüberhinaus können Mitarbeiter sich das BKC personalisieren und so ihren eigenen digitalen Arbeitsplatz schaffen, um schnellen und einfachen Zugriff auf alle Inhalte und Applikationen, die für die alltägliche Arbeit relevant sind, zu erhalten.

Welche Erwartungen haben Sie für den IOM SUMMIT?

Ich freue mich auf regen Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen.

Vielen Dank, Frau Hermanns – und auch wir freuen uns, nämlich auf Ihren Beitrag am 27.09. um 13:50 Uhr. 

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.