Klassisches Projektmanagement ist nur hinreichend für die digitale Transformation! #ioms16

Derzeit gibt es wieder zahlreiche Beiträge und Studien, die darauf verweisen, dass die digitale Transformation eine strategische Zielvorgabe und ein davon abgeleitetes Handeln haben muss. Dem ist natürlich nicht zu widersprechen – allerdings ist das natürlich für jegliches planvolles Handel wichtig. Für den Erfolg der digitalen Transformation muss es aber nur als “hinreichendes” Kriterium angesehen werden, da indirekten Nutzeneffekte einer digitalen Zusammenarbeit und den daraus erwachsenden Potentialen für die Anpassung des digitalen Geschäftsmodelles nicht von oben herab geplant und “umgesetzt” werden kann, sondern nur entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden können, die ein solches Ergebnis ermöglichen.

Als Zusammenfassung zu seinem Beitrag beim Enterprise Digital SUMMIT hat Dion Hinchcliffe dieses Vorgehen sehr schön in seinem Beitrag “The Building Blocks of Digital Transformation: Community, Tech, Business Models, and a Change Platform” skizziert.  Dion hat in dem Vortrag und dem daraufbasierenden Beitrag vier Schritte als wichtige Grundlagen für den Erfolg der digitalen Transformation festgelegt:

  1. Step 1: Gather Stakeholders into Communities of Digital Change – Die Schaffung einer “offenen und lebendigen Zusammenarbeitskultur” sowie der Aufbau einer Mitarbeiter-Community, die nach diesem Prinzip über die Aufgabenerledigung in ihren Geschäftsprozessen an einem gemeinschaftlichen Voranbringen des Unternehmens mitwirkt, sieht Dion Hinchcliffe als wesentliches Fundament für eine erfolgreiche digitale Transformation. Begrifflich sprechen wir hier ja dann auch von einem funktionierenden und wertschöpfenden Social-Collaboration-Ansatz.
  2. Step 2: Assemble a Modern, Market-Facing Technology Stack – Des Weiteren fordert er ein Umdenken zu offenen Architekturen, die einerseits die Zusammenarbeit fördern und den Informationsaustausch über alle Geschäftsaktivitäten und alle Geschäftseinheiten skalieren können und die andererseits die digitale Entwicklungsfähigkeit des Unternehmens nicht eingrenzen – sprich offen und erweiterbar genug sind.
  3. Step 3: Create and Nurture Digital Experiments – Mit der Mitarbeiter-Community und einer skalierbaren Technologieplattform ermöglicht sich dann der dritte Schritt – nämlich der Befähigung zu einem agilen Entwicklungsansatz der Geschäftsaktivität.
  4. Step 4: Get Serious About Revenue Models – Damit das Ganze nicht im experimentellen Non-Profit-Dilemma stecken bleibt, müssen die neuen Ansätze im vierten Schritt natürlich immer entlang der strategischen Zielsetzungen abgeglichen werden bzw. die neuen Ansätze in neue Geschäftsmodelle überführt werden.

Hier ist das Video zum Vortrag:

Ergänzend zu dem Beitrag ist vielleicht noch hinzuzufügen – dass es darüber hinaus immer noch ein paar “Do-ers” braucht – die die Sache auch wirklich angehen und den Wandel voranbringen. In einem Beitrag von HR Today wurde bei diesem Punkt dann auch George Bernhard Shaw bemüht – mit seinem Zitat: “Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute – seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben…!” (Vielen Dank an Harald Schirmer für den Verweis auf den Beitrag!)

Diskutieren Sie mit uns Ihre Erfahrungen bei der Etablierung einer digitalen Zusammenarbeitskultur
und der Unterstützung der digitalen Transformation im Unternehmen – beim IOM SUMMIT 2016!