#cebiteda17 Dr. Bodo Antonic über #HR und den Rettungsring der Ideenlosen

Das Panel “HR im Umbruch – Neue Aufgaben in der digitalen Transformation“ spricht schon heute klare Ansagen an #HR aus, schauen wir auf das Interview mit Sabine Kluge und auf das nachfolgende Interview mit Dr. Bodo Antonic.

Dr. Bodo Antonić wurde als deutsch-österreichisch-kroatischer Perser in eine Kultur des Perspektivenwechsels hineingeboren. Als restrukturierender Interimsmanager, Hochschullehrer und Redner hat er es sich zur Aufgabe gemacht, den Blick weit über den betriebswirtschaftlichen Tellerrand zu öffnen.

Er plädiert er leidenschaftlich für eine Entfesselung von Kreativität durch Abbau von überflüssigen Spielregeln. Weg mit überbordender firmeninterner Bürokratie, die Menschen von ihren Kerntätigkeiten und von dem „Spaß an der Freud“ abhält. Hin zu Spielregeln, die echte Relevanz für Mitarbeiter und Kunden haben und deren Anzahl und Qualität sich nicht an dem maximal Möglichen, sondern am minimal Notwendigen orientiert.

„Wir Menschen haben Gestaltkraft. Wir brauchen unsere Zukunft nicht zu kontrollieren, da wir sie immer wieder verändern. Kontrolle ist der Rettungsring der Ideenlosen.“

Welches sind Ihr drei Schlagworte zur #cebiteda17?

#Unwuchtkybernetik #Agilität #Spielregeln

Auf Ihrer Internetseite ist zu lesen, “Fragen erzeugen Agilität, Innovation und damit Vitalität.“ Wie bereit, Fragen zu stellen, erleben Sie HR?

Leider viel zu passiv. Es werden die üblichen Fragen in den Bewerbungsgesprächen gestellt, nach innen ist man aber zumeist nur Kümmerer und fordert die Unternehmen viel zu wenig heraus.

Wenn HR zukünftig eine entscheidende Rolle spielen will, muss es seine Attitüde nahezu vollständig ändern.

Sie waren viele Jahre als Interimsmanager unterwegs, wenn das Unternehmen am Brennen war. Wäre HR, wenn man das allgemein so sagen kann, ein Fall für Sie als Interimsmanager? Wenn ja, warum, und wenn nein, warum nicht?

Na klar, wäre das etwas für mich, da man über das Thema HR ein Unternehmen sehr deutlich nach vorne entwickeln kann. Jedoch erwarte ich, nie im Bereich HR eingesetzt zu werden, da ich nie HR-Leiter war. Und da HR mindestens ebenso risikoavers wie alle anderen Unternehmensteile ist, wird es nie passieren, daß man mich jemals als HR-Leiter sehen wird.

Als Ihr Rezept nennen Sie vor allem die konsequente Ausrichtung auf die Erfolgstreiber der Zukunft. Welche wären dies für HR und könnte HR selbst ein solcher Erfolgstreiber sein?

So wie HR derzeit aufgestellt ist, wird HR kein Erfolgstreiber sein, sondern lediglich den Status quo stabilisieren. Die Erfolgstreiber der Zukunft im Bereich HR lauten: Abbau von Organisation, Dekonstruktion von Struktur, fluide Organisation, Überalterung der Gesellschaft, Führung emanzipierter Menschen.

Welche Erwartungen haben Sie an die #cebiteda17?

Ich bringe die Hoffnung mit, daß ich Gesprächspartner kennenlerne, die unorthodox denken und handeln; Menschen, die meine Synapsen massieren und mich überraschen.

 Vielen Dank, Herr Dr. Antonic. Wir sind gespannt, mehr von Ihnen zu hören im Panel am 20.03.2017.

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.





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