#cebiteda17 HR-ler leben und denken noch Jahrzehnte in zwei Welten, meint Björn Negelmann.

Wer die Veranstaltungen von Kongress Media kennt, der kennt auch Björn Negelmann. Meist in der Rolle des Moderators und pointiert Fragenden auf nationalem und internationalen Parkett.

Doch diesmal “musste” Björn selbst Rede und Antwort stehen, denn Peter Wald, Professor für Personalmanagement an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der HTWK Leipzig, lud zum Interview.

In seiner Interviewreihe im Leipziger-HRM-Blog geht es um “5 (+1) Frage/n zu den Erwartungen an das Personalmanagement”. Eine lesenswerte Reihe, die Peter Wald infolge der sich verstärkenden Diskussionen um die Rolle von HR startete, nicht zuletzt initiiert durch kontroverse Meinungen, die mit ungewohnter Schärfe vorgetragen würden, wie er einleitend konstatiert.

Aus Björns Interview seien hier ein paar seiner Statements angeführt mit der Empfehlung, das vollständige Interview auf dem Leipziger-HRM-Blog zu lesen:

  • Das Personalmanagement nimmt eine entscheidende Rolle ein, die lange Zeit in den digitalen Projekten vernachlässigt bzw. nachrangig betrachtet wurde. Gleichsam haben aber auch Personalmanager vielerorts bis heute leider noch nicht die Chancen der technologischen Konzepte für die Gestaltung des eigenen Handlungsraumes verstanden.
  • … zu viele “Personaler” nehmen die Chancen der Zukunftsgestaltung für die digitale Organisation nicht.
  • Die Kritik (am Personalmanagement) liegt sicherlich weitgehend darin begründet, dass … die Personalverantwortlichen erst zögerlich dieser Aufgabe mit annehmen.
  • Schwerpunkte des Personalmanagements in 10 Jahren: Die digitale Denke im Unternehmen zu etablieren, die für das digitale Zeitalter angepassten Kompetenzen und Fähigkeiten bei den Mitarbeitern aufzubauen und die Restrukturierung der Organisation für das digital transformierte Geschäftsmodell voranzubringen.

Deutlich und dennoch moderat, wenn ich das so kommentieren darf, sieht Björn den derzeitigen Status von HR, das Dilemma der individuellen Entwicklung der Personaler, die vielfach durch das Tagesgeschäft und vorhandene Strukturen ausgebremst wird, und gleichzeitig schreibt er HR ein ToDo ins Pflichtenheft, das sich mit Sicherheit anspruchsvoll und herausfordernd gestaltet.

Welche Aspekte HR noch umtreiben werden oder sollten, das wird am 20.03. diskutiert werden: im Panel “HR im Umbruch – Neue Aufgaben in der digitalen Transformation” treffen hochkarätige Experten aufeinander:

Um eine Aufgabe, der sich HR mit zum Teil nicht wenig Women-and Man-Power widmet, dreht es sich im Panel “Digitales Lernen & Aufbau von digitalen Kompetenzen als Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation”. Unterstützen die Aussagen unserer Expertinnen und Experten dieses Panels HR in der Findung neuer Aufgaben? Lesen Sie, was Dr. Anja C. Wagner und Thomas Jenewein zu Lernen und Kompetenzen sagen.

Wie ist Ihre Meinung zu HR im Umbruch und / oder Digitales Lernen? Schreiben Sie einen Kommentar hier im Blog, und wir nehmen Ihre Meinung mit in’s Experten-Panel zur Diskussion.

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.