#cebiteda17 Gedanken von Andreas Richter zu den Herausforderungen der neuen digitalen Arbeitswelt

Ob alles, was neu daherkommt, eine Herausforderung ist, sei dahingestellt. Dass uns aber die digitale Arbeitswelt, wie sie in Bildern der Visionäre und Vordenkenden gezeichnet wird, herausfordert, ist unbestritten. Wir haben Andreas Richter, der am Panel “Herausforderungen der neuen digitalen Arbeitswelt” teilnimmt, schon einmal gefragt, was uns denn herausfordert.

Andreas Richter ist EVP Marketing & Product Management bei GROUP Business Software (GBS) und verantwortet die weltweite Marketing- und Produktstrategie.

In seiner Arbeit verknüpft er umfassende Marketing-Expertise mit einem breiten Know-how in Bereichen wie IT-Sicherheit, E-Mail-Management, Collaboration, Social Business, Cloud, Compliance und Workflow Management.

 

Welche drei Schlagworte bringen Sie zur #cebiteda17 mit?

#Cloud #Sicherheit #Geschäftsprozesse

Es mangelt nicht an Beschreibungen zu Herausforderungen für die digitale Arbeitswelt. Allen gemeinsam ist oft die Einleitung „Digitale Arbeitswelt ist mehr als Technik“ – was sind die wichtigsten Herausforderungen für Sie hinter diesem „mehr als“?

Ich sehe hier 3 Aspekte: Mensch, Prozesse und Daten.

Die digitale Arbeitswelt führt zu einem rasanten Wandel. Hier müssen wir uns alle die Frage stellen, welche Rolle der Mensch zukünftig einnimmt. Und auch wenn es oft den Anschein hat: Es werden nicht massenweise Arbeitsplätze vernichtet, sondern vielmehr ändert sich die Ausrichtung – eben von analog zu digital. Diesen Wandel haben wir schon früher in bestimmten Branchen beobachtet. Es kommt also darauf an, sich rechtzeitig darauf einzustellen und die Digitalisierung in eine Chance zu verwandeln, um eben nicht von solch disruptiven Veränderungen überrollt zu werden.

Prozesse spielen hier eine ebenso wichtige Rolle, im engeren Sinne Geschäftsprozesse. Vieles, das heute noch analog läuft und zahlreichen Medienbrüchen unterliegt, kann durch Digitalisierung beschleunigt und vereinfacht werden. Bestehende Abläufe müssen dahingehend durchleuchtet und auf ihre Zukunftsfähigkeit bewertet werden.

Und als letzter Punkt stehen unsere Daten im Fokus. Wir erzeugen immer mehr Daten, privat wie beruflich. Diese wachsenden Informationsberge sinnvoll und sicher zu managen und schließlich in Wissen umzuwandeln, sehe ich hier als das entscheidende “Mehr als”. Denn hier ergeben sich, nicht nur für die IT-Branche, erhebliche Potentiale. Machine Learning ist hier ein prominentes Beispiel.

Plakativ könnte man sagen, für Ältere ist die Digitalität neu, für Jüngere bei Geburt schon selbstverständlich. „Neue“ Arbeitswelt trifft also nur auf einen Teil der Erwerbstätigen zu – welche Herausforderung rekrutiert hieraus?

Sicher ist die Durchdringung der digitalen Transformation in den verschiedenen Altersklassen unterschiedlich. Dass Ältere hier per se im Hintertreffen sind, denke ich nicht. Denn bei aller Begeisterung für die neuen Möglichkeiten sollten auch immer die Risiken betrachtet werden.

Hier steht der jüngeren Generation wiederum eine Generation mit Erfahrungen gegenüber. Davon können beide Seiten profitieren. Denn Themen wie Datenschutz und Sicherheit sind schon lange relevant und gehören auch in die digitale Arbeitswelt. Trotzdem sollte Politik und Wirtschaft eine digitale Agenda haben, die dabei hilft, Hemmnisse zu überwinden und Wissenslücken zu schließen – unabhängig vom Alter.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales warb im Thema Arbeiten 4.0 mit dem Slogan „Der Mensch bleibt im Mittelpunkt“. Wie nehmen Sie diesen Ruck in den Mittelpunkt in den Themen Social Collaboration und Social Business wahr?

Social steht für das Miteinander und Arbeiten in einer Gemeinschaft. Von daher ist es nur konsequent, den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken. Technologien sind hier sicherlich treibend, wenn es um neue Möglichkeiten geht. Doch natürlich ist jede Technologie nur so gut, wie die Menschen, die sie einsetzen. Für Unternehmen heißt das, bezogen auf Social Collaboration und Social Business, sich die Mehrwerte zu erschließen, die im Arbeitsalltag resultieren können. Beginnend beim Vernetzen von Mitarbeitern, dem schnellen Teilen von Inhalten bis hin zum Verfügbarmachen von Wissen in Blogs, Wikis und Communities.

Welche Erwartungen haben Sie an die #cebiteda17?

Ich verspreche mir von der Cebit EDA eine professionelle Plattform, um sich mit Interessierten über das Thema digitale Transformation auszutauschen. Die Verbindung aus Fachkongress und Networking-Event ist eine gute Gelegenheit, neue Impulse zu erhalten und über den Status Quo der Digitalisierung zu sprechen.

Vielen Dank, Herr Richter. Wir sehen Sie im Panel am 20.03.17

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.




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