#cebiteda17 Pre-Conference HangOut: RIP Veränderungsprojekte als Karrieresprungbrett – Welcome Transformation des Arbeitsplatzes auf Augenhöhe

Heute, am 16.03.2017, startet das dritte und letzte Pre-Conference HangOut. Und zwar um 17:30 Uhr, bitte die Änderung beachten. So weit, so gut die Fakten – doch worum soll es gehen? Eine vollständig subjektive Einstimmung auf die Session:

Über Veränderung zu sprechen ist wahrlich nichts Neues, sie zu planen auch nicht (machen viele ja jedes Jahr zu Silvester), sie dann aber zu realisieren ist manchmal gar nicht so leicht. Schließlich weiß man ja vom alten Zustand, was man hat. Veränderung kann erst einmal Unsicherheit in sich tragen und das Alte plötzlich mit liebenswertem Charme betrachten lassen.

Gefühlt erst recht die an den Begriff der Digitalen Transformation gekoppelten Veränderungen. Geht es hier doch schließlich darum, im Unternehmen, wenn nicht gar DAS Unternehmen mit neuer Kultur, mit neuen Arbeitsweisen mit neuem – ach eigentlich allem Digitalem zu versehen. Schöne neue Arbeitswelt halt.

Eine Arbeitswelt, von der zur Beruhigung aller gerne darauf verwiesen wird, dass die Mitarbeitenden selbstverständlich im Mittelpunkt stehen oder bleiben. Mitarbeitende, die (nach Veränderung) selbstorganisiert und -motiviert, digital kompetent, agil und smart als Entrepreneure mit StartUp-Mentalität die Digitale, gerne auch 4.0-Vision im transparenten und offenen Unternehmen Realität werden lassen.

Erstaunlicherweise mutet der Weg zu dieser Veränderung hier und da an, dass die eben beschriebenen Attribute der Mitarbeitenden erst nach Erreichen des Zieles vollständig greifen sollen. Oder wie sollen wir verstehen, dass

  • Mitarbeitende abgeholt oder mitgenommen werden müssen, ihnen also offensichtlich Selbstorganisiertheit oder digitale Kompetenz (?) per se nicht oder nur in inszenierter Dosierung zugetraut werden kann,
  • nur didaktisch-methodisch abgesicherte Lehr-, Lern- oder Ermöglichungsräume, selbstverständlich mit social Features ausgestattet, garantieren, dass auf dem Weg in eben diesem Raum gelernt, geübt und anschließend transferiert wird oder
  • (einmalige) Motivationsveranstaltungen, Give Aways (Kugelschreiber oder Blöcke mit Logo des Change Projektes) die Vorfreude auf den Digital Workplace über Jahre und durch die Dürre der alten Realität hochhalten sollen und vieles mehr.

Vieles mehr subsummiert sich oft unter der Frage: Habt Ihr auch an Change Management gedacht? Selbstverständlich hat “man” und ein neues Konzerthaus orchestriert: neue Software (Bau), neue Bühne (Vision/Dramaturgie), neue Souffleure (Change Management) und  neues Orchester (Projektteam) sowie Sitzplätze für die Mitarbeitenden, die sich untereinander zwar durchaus social austauschen sollen, die Bühne tunlichst aber jetzt noch nicht betreten sollen.

RIP Change Management, wie wir es bisher kennen? Oder gar Change Management 4.0? Wie schaut es in der Praxis aus? Darum geht es heute am späten Nachmittag, irgendwie auch um die Augenhöhe in der Veränderung.

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.