#cebiteda17 Tim Mikša betont die Wichtigkeit einer Vision und eines strategischen Programms für das neue Arbeiten.

Tim Mikša hatten wir im Interview zur letztjährigen #cebiteda16 mit seiner Leidenschaft für die Zukunft der Arbeit, digitale Geschäftsmodelle und Innovationen vorgestellt.

Dass diese Leidenschaft auch in diesem Jahr ungebrochen ist, zeigen seine Antworten auf unsere Fragen und werden wir alle vor Ort bei der #cebiteda17 wieder unmittelbar erfahren können.

 

Welche drei Schlagworte nimmst Du zur #cebiteda17 mit?

#DigitalWork #Enablement #Adoption

Wir hören Dich im Panel „Erfolgsfaktoren für die effektive Arbeitsunterstützung mit dem Digital Workplace“. Was macht für Dich den „Digital Workplace“ aus?

Der Begriff „Digital Workplace“ umschreibt die Arbeitsumgebung für das neue Arbeiten im digitalen Zeitalter. Hierzu gehören organisatorische und kulturelle Rahmenbedingungen wie eine agile Arbeitsorganisation, digitale Arbeitsweisen und kollaborative Arbeitsformen.

Natürlich geht es auch um technologische Möglichkeiten und Plattformen, die dieses Arbeiten ermöglichen, aber der Begriff darf nicht auf technische Lösungen reduziert werden. Das ganzheitliche Verständnis ist wichtig, damit von der Vision über das Enablement bis hin zur technischen Umsetzung die richtigen Perspektiven eingenommen werden, um die neuen, digitalen Arbeitsweisen erfolgreich zu etablieren.

Der Dreiklang aus Mensch, Business und Technologie macht den Digital Workplace erfolgreich.

Das Argument der Effektivität ist aus dem Munde der IT-Kundigen und -Berater nicht neu. Mitarbeitende in Unternehmen schließen sich dieser Argumentation oftmals nicht unbedingt an; sie empfinden ihre „alte“ Arbeitsweise durchaus als effektiv. Tragen wir nicht Eulen nach Athen?

Das genau ist der Grund, warum Unternehmen sich darüber Gedanken machen müssen, wie sie Mitarbeiter beim Wandel der Arbeit beteiligen. Der digitale Reifegrad von Arbeitsorganisation und Arbeitskultur ist sehr unterschiedlich, auch innerhalb eines Unternehmens. Daher ist es wichtig, eine Vision und ein strategisches Programm für das neue Arbeiten zu entwickeln, dass diese vielfältigen Anspruchsgruppen berücksichtigt und dem Einzelnen erlebbar macht, welche Auswirkungen neue Arbeitsweisen auf seine tägliche Arbeit haben können.

Wir erleben in unseren Projekten, dass es dann eine sehr hohe Bereitschaft und Begeisterung für das Thema gibt, diesen Wandel mitzumachen und zu unterstützen. Den Mitarbeitern gegenüber muss transparent gemacht werden, warum der Wandel notwendig ist, und welche Ziele damit verbunden sind.

Erfolgsfaktoren lassen ausgereifte Messkriterien vermuten. Wie und womit lässt sich agiles Arbeiten messen?

Einerseits kann die Agilität des Digital Workplace tatsächlich nachvollziehbar gemacht werden. Das Stichwort lautet Metriken. Intelligente Analytics Tools machen es möglich, neben reinen Zugriffszahlen auch Kennzahlen zu liefern, die beispielsweise die Steigerung von abteilungsübergreifenden Arbeiten belegen.

Es können andererseits aber auch eindeutige Zusammenhänge zwischen der digital sozialvernetzten Arbeitsweise und Business-Zielen hergestellt werden. Wie hat sich zum Beispiel die Kundenzufriedenheit verbessert, seitdem die Service Mitarbeiter digital mit Kollegen aus anderen Bereichen kollaborieren, oder wie viele Innovationen konnte ein Unternehmen seitdem mehr generieren.

Natürlich spielen insbesondere beim Business Value auch weitere Parameter eine Rolle. Unternehmen erleben hier den Zusammenhang zwischen interner Prozesseffizienz und Außenwirkung sehr deutlich.

Welche Erwartungen hast Du an die #cebiteda17?

In den letzten Monaten habe ich mich neben der Begleitung von Unternehmen zu vernetzten, digitalen Arbeitsformen intensiv mit dem ganzheitlichen Wandel von Arbeit im Zuge der digitalen Transformation beschäftigt. Damit gehen drastische organisatorische und infrastrukturelle Veränderungen für Unternehmen einher, und er hat auf alle Bereiche Einfluss, von HR bis hin zum Corporate Real Estate Management. Diese wiederum gilt es mit den Auswirkungen und Anforderungen digitaler Arbeit abzustimmen. Unternehmen benötigen daher ganzheitliche New Work Strategien, darüber würde ich mich gerne austauschen. Bisher kenne ich vorwiegend Beispiele, die dieses Thema in vielen Einzelinitiativen angehen.

Tim, vielen Dank für Deine Antworten. Wir freuen uns insbesondere auf Deine Mitwirkung im Panel “Erfolgsfaktoren für die effektive Arbeitsunterstützung mit dem Digital Workplace” am 21.03.

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.