Employee Experience ist das neue Schwarz des Digital Workplace

Wie schon an anderer Stelle angemerkt, ist das Thema “Employee Experience” ein wichtiges Thema auf dem IOM SUMMIT, weshalb wir es auch in der inhaltlichen Aufbereitung vermehrt thematisieren. Der Grund hierfür liegt einfach darin – dass es nach unserer Ansicht am Schnittpunkt von Technologie, Veränderungsmanagement und Organisationsdesign liegt, was wiederum ein wichtiges Element für die digitale Transformation im Unternehmen ist.

Wie auch die “Customer Experience” ist auch das Thema “Employee Experience” eher auf einer strategischen Zielebene einzuordnen – im Sinne von – “unser Projekt verfolgt eine Steigerung der Employee Experience” – sprich des Mitarbeitererlebnis im Rahmen seiner Interaktionen mit dem Unternehmen von der Bewerbung bis zum Ausscheidung. Auch in diesem Sinne ist das Thema natürlich übergeordnet zu sehen – und der Beitrag einer “Digital Workplace”-Initiative ist dabei nur ein Teil – wie auch hier schon beschrieben – aber ein wichtiger Teil. Denn die “digitale Interaktion zwischen den Mitarbeitern sowie zwischen dem Mitarbeiter und dem Unternehmen” hat ja deutlich an Bedeutung gewonnen – nicht zuletzt durch die weiteren Zieldimensionen der Digital Workplace Projekte wie dem “High-Performance-Unternehmen” oder der “digitalen Transformation im Unternehmen”.

Was sind nun aber die wichtigen Maxime für eine gute digitale Unterstützung der “Employee Experience”? Hierzu wurden wir bei Paul Miller, dem Initiator der Digital Workplace Group, fündig, der für das Thema folgende “vier Zutaten” definiert hat: (Quelle)

  • Envision new “digital headquarters” that mirror re-fashioned physical HQs
    Paul Miller sieht, dass es ein verändertes Verständnis zum “Digital Workplace” braucht. Dieser sollte als Teil des “Digital Headquarters” verstanden werden – als digitale Arbeitsumgebung. Das Problem bisheriger Konzepte sieht er in folgendem Ansatz: “All too often, the technology is merely added to a building rather than being viewed as an extra dimension in which work happens.” Sam Marshall (Clearbox) hat zu dem erweiterten “Digital Workplace”-Ansatz jüngst auf CMSWire ein spannendes Chart veröffentlicht, bei dem er die vom Digital Workplace zu unterstützenden Tätigkeiten skizziert:
  • Enhance intranets as “front doors” into the wider digital workplace
    Während der Digital Workplace die Summe all digitalen Arbeitswerkzeuge ist, ist das “Intranet” für Paul Miller das erlebnisorientierte Portal in die Informations- und Kollaborationswelt des Unternehmen. Als konzeptionelle Zielsetzung im Sinne der “Employee Experience” gilt hier, dass das Intranet “beautiful, functional and accessible” ist. Neben dem Informationsnutzen sollte das Intranet vor allem das Engagement als Meßgröße haben, an dem der Erfolg der Maßnahme ermittelt wird.
  • Offer mobile access to deeper knowledge and reduce the need for managers
    Die Möglichkeit des allgegenwärtigen bzw. ubiquitären Zugriffs auf relevante Informationen und Wissen für die Erledigung einer Aufgabe stellt Paul Miller dann auch als “dritte Zutat” heraus. Im Kern geht es dabei um den mobilen Zugriff und die mobile Einbindung in die Geschäftsprozesse über den mobile erweiterten Digital Workplace. Paul Miller bemerkt hierzu: “This shift to giving mobile workers high levels of knowledge is a transformational one.” Mit dem “Digital Empowerment” wird aber auch klar, dass die Rolle des Managers als Koordinationsstelle der Wissensverteilung an Macht verliert.
  • Consider including “machine to machine” relationships in your digital workplace
    Mit der zunehmenden Automatisierung am Arbeitsplatz ist festzuhalten, dass viele Prozesse ohne direkte menschliche Interaktionen ablaufen. Vor diesem Hintergrund ist der “Digital Workplace” im Sinne der “Employee Experience” auch als kombinierte Sphäre zu verstehen. Paul Miller schreibt hierzu: “As digital innovations expand and hybrid systems, artificial intelligence, virtual worlds and robotics increase in their remit, the notion of a digital business will have to include the “non-human” systems where work happens.” Dion Hinchcliffe spricht in diesem Zusammenhang von der Notwendigkeit für die Realisierung eines technologisch vernetzten Ökosystems:

Insgesamt stellt die “Employee Experience” bzw. der Teil der digitalen Erlebnisausrichtung für die Arbeit eine sehr wichtige neue Zieldimension dar. Die neben der Business-orientierten “High-Performance”-Unterstützung und der Transformations-orientierten Ausrichtung als dritte Zieldimension vor allem bei der Mitarbeiter-Engagement-Herausforderung und damit einmal mehr bei den HR-orientierten Zielen einzuordnen ist.

Je nachdem wer den Lead im Digital Workplace Projekt besitzt, kann diese Ausrichtung durchaus als das neue “Schwarz” betrachtet werden.


Sichern Sie sich noch diese Woche den Frühbucher-Preis für Ihre Teilnahme bei IOM SUMMIT 2017