Mit dem Employee Experience Fokus den Digital Workplace der HR schmackhaft machen!

Das Schlagwort „Employee Experience“ ist insbesondere im englischsprachigen Raum seit knapp zwei Jahren sehr in Mode gekommen. Dabei geht es um das Mitarbeiter-Erlebnis, was entscheidend für die Freude und des Engagement des Mitarbeiters gesehen wird und welches sich entlang der Interaktionen des Mitarbeiters mit dem Unternehmen ergibt. Sei es in den Interaktionen mit dem Unternehmen als zukünftiger Mitarbeiter, jenen mit der HR Abteilung und dem Management als Mitarbeiter, jene mit dem Gegenstand und Inhalten seiner Arbeit oder jenen mit den Arbeitswerkzeugen und Prozesse – für die Summe der positiven Erlebnisse über diese verschiedenen „Touchpoints“ wird eine steigende Zufriedenheit, mehr Freude, ein höheres Involvement und in der Konsequenz eine bessere „Performance“ angenommen.

In einem Beitrag im Event-Blog zur HR Tech beschrieb Bertrand Duperrin (EMAKINA) bereits Anfang 2016 die Employee Experience als Zukunft für verschiedene Zieldimensionen:

  • Employee Experience = The Future of Customer Experience – weil ohne Mitarbeiter mit Spaß an der Arbeit, kann auch kein Erlebnis für die Kunden geschaffen werden.
  • Employee Experience = The Future of Employer Branding – weil sich die Attraktivität eines Arbeitgebers schon lange nicht mehr über dessen kommunikative Selbstdarstellung definiert.
  • Employee Experience = The Future of Work – weil Werkzeuge und Arbeitsabläufe die Mitarbeiter intuitiv unterstützen und begeistern sollen, damit die Arbeit Spaß macht.
  • Employee Experience = The Future of Management – weil das Management und die Art der Führung neben den Werkzeugen und Prozessen eine weitere Dimension der Zufriedenheit für den Mitarbeiter darstellt.
  • Employee Experience = The Future of Engagement – weil die Identifizierung des Mitarbeiters mit seiner Arbeit ein wichtiger Gradmesser für die Zufriedenheit, aber auch Qualität ist.
  • Employee Experience = The Future of the Workplace – weil der digitale und analoge Arbeitsplatz das Umfeld für die Ausführung der Arbeitsleistung darstellt.

Die „Employee Experience“ lässt sich somit in vielfältiger Weise deuten und als Gegenstand verschiedener Projektbestrebungen setzen. Wie der letzte Punkt bei Bertrand Duperrin’s Aufzählung nahelegt, ist das Konzept natürlich auch für die Digital Workplace Initiative relevant und bieten einen weiteren Argumentationsrahmen für die Digital Workplace Initiativen.

Employee Experience als Argumentationsrahmen für die Digital Workplace Initiative

In einem Interview mit CMSWire beschreibt der Digital Workplace Guru James Robertson (Step Two Design) die „Employee Experience“ als zentrales Ziel für alle Anstrengungen rund um den Digital Workplace (Quelle):

The digital workplace isn’t a ‘thing’ or a technology. Instead, employee experience is both the face and heart of the digital workplace.

Damit rückt er die “Digita Workplace”-Initiative in das Zentrum des “Employee Experience”-Konzeptes und damit auch in den Verantwortungsbereich von HR. Dabei ist der “Digital Workplace” (wie auch schon einleitend beschrieben) sicherlich nur ein Baustein, aber im Rahmen der Digitalisierung des Unternehmens ein zunehmend Wichtiger in den Maßnahmen für eine bessere “Employee Experience”.

So positioniert die HR-Managerin von General Electric, Susan Peters, in einem Artikel auf Forbes.com als klare HR-Aufgabe mit Business-Focus (Quelle):

We define employee experience simply as seeing the world through the eyes of our employees, staying connected, and being aware of their major milestones. In the last year we have appointed a Head of Employee Experience and we are developing a strategy to create an employee experience which takes into account the physical environment our employees work in, the tools and technologies that enable their productivity, and learning to achieve their best at work. All of this is part of continuously evolving our HR capabilities.

Dies führt mich zu der Konzeptionalisieurung des Begriffes durch Jacob Morgan, Evangelist und Buchautor u.a. von „The Employee Experience Advantage“, der das Thema als Dreiklang aus Kultur, Technologie und physikalischer Arbeitsatmosphäre definiert (Quelle):

To help explain what the employee experience actually is I created the visual below which shows what I like to call The Employee Experience Equation. This is: culture + technology + physical space = employee experience.

Die Technologie bzw. der Digital Workplace als Teil der Technologie ist hierbei als ein Wegbereiter für das Mitarbeiter-Erlebnis zu verstehen. Und die offene und begeisternde Kultur ebenfalls, die sich ja wiederum sowohl als Voraussetzung wie auch als Veränderungsgröße bei der Etablierung des Digital Workplace darstellt. Mit der Employee Experience bekommt der Digital Workplace damit – abseits der Diskussionen rund um die Digitalisierung und digitale Transformation – eine weitere wichtige Argumentationsgrundlage.

In einem Beitrag zu den 2017 Global Human Capital Trends schreiben die Autoren Josh Bersin et al von Deloitte, dass der Fokus auf die “Employee Experience” für die Unternehmen einen wichtigen Wettbewerbsfaktor darstellt und dass dieser Fokus eine ganzheitliche Betrachtung braucht, da sich der Gegenstand der Erwartungen auf Seiten der Mitarbeiter über den verschiedenen Stadien im Beziehungsgefüge zwischen Mitarbeiter und Unternehmen verändern (Quelle):

HR and business leaders face both the demand and the opportunity to rethink the roles, structure, tools, and strategy they use to design and deliver an integrated employee experience. Models such as the one in figure 4 represent a starting point to address a variety of issues: meaningful work, the purpose of the organization, employee talent development and growth, rewards and wellness, the work environment, fairness and inclusion, and authenticity among management and leadership.

Die ganzheitliche Betrachtung entlang der “Employee Journey” (als zeitliche Veränderungsreise des Mitarbeiter) sieht dann auch Charlene Li von der Altimeter Group als zentralen Pfeiler in ihrem Erklärungsmodell. Auch sie führt dann wieder verschiedene Gestaltungsdimensionen an, die im Ausgestaltungsbereich des Digital Workplace liegen (Quelle):

Employee Experience als Leitdimension für die Digital Workplace Initiative

Versuchen wir das Thema “Employee Experience” auf das Element der “Digital Workplace Experience” einzugrenzen, so bietet uns Gartner mit seinem Research-Paper “From the Digital Workplace to Ideal Employee Experience” eine spannende Liste von fünf zentralen Konzeptpunkten:

  • Social Collaboration: Das kollaborative Element am Digital Workplace muss die Austauschmöglichkeiten mit Anderen im Arbeitskontext ermöglichen und unterstützen.
  • Personalized Communication: Die individuellen, persönlichen Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten im Unternehmensnetzwerk stärken die Vernetzung und Identifikation mit dem Unternehmen.
  • Multichannel Access: Die Arbeit erledigen egal mit welchem Endgerät und von welchem Ort – das sind der zentrale Produktivitätsfaktor sowohl für das Unternehmen als auch den einzelnen Mitarbeiter.
  • Integrated Workflows: Vernetztes Arbeiten in vernetzten Systemen ist ein weiterer  Baustein für ein zielführendes und effektives Arbeitserlebnis.
  • Customized Services: Relevanz und Kontext wünscht sich sowohl der Kunde als auch der Mitarbeiter von den digitalen Systemen.

Beim IOM SUMMIT diskutiert Jonathan Phillips, Autor bei Intranetizen.com und unabhängiger Digital Strategy Consultant aus Bristol, diese und weitere Kriterien für die Unterstützung der “Employee Experience” mit dem Digital Workplace. Darüber hinaus wollen wir uns in diesem Blog in den kommenden Wochen noch weiter mit dem Thema und seinen Erfolgsfaktoren beschäftigen.

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