#ioms17 Die Bertelsmann Stiftung ist auch analog auf dem Weg zum digitalen Arbeitsplatz unterwegs.

Am 14. März dieses Jahres begann für die Bertelsmann Stiftung eine Jubiläumsjahr: 40 Jahre Engagement für die Teilhabe aller Menschen, und so kommt es nicht von ungefähr, dass das Jubliäumsjahr unter dem Motto steht “Menschen bewegen. Zukunft gestalten.”

Durchaus ein auch für den internen Weg zum digitalen Arbeitsplatz geltendes Motto, wie der Titel der Fallstudie “Der lange Weg zum digitalen Arbeitsplatz – und warum die Bertelsmann Stiftung ihn auch analog geht” vermuten lässt – vorgestellt von Peter Diekmann und Matthias Huntemann.

Peter Diekmann ist studierter Kommunikationswissenschaftler und Germanist. Nach neun Jahren in verschiedenen Positionen der Unternehmenskommunikation der ThyssenKrupp AG übernahm er 2013 die Verantwortung für die digitale Kommunikation der Bertelsmann Stiftung. Im Rahmen dieser Tätigkeit und in seiner Freizeit beschäftigt er sich seit einigen Jahren mit den Auswirkungen des digitalen Wandels.

 

Matthias Huntemann ist Zertifizierter Projektmanager (IPMA – Level C) und seit 2003 als Teamleitung der IT-Project Coordination der Bertelsmann Stiftung tätig. Er verantwortet die strategische und konzeptionelle Beratung von Softwareentwicklungs- und Internetprojekten. Im Rahmen dieser Tätigkeit geht es auch um die Flexibilität, Mobilität und um die neuen Formen der Zusammenarbeit.

Wir haben schon jetzt ein paar Antworten zum langen und auch analogen Weg erhalten.

Welche drei Schlagworte kennzeichnen Ihren Beitrag auf dem IOM Summit?

#Stakeholder-Management #DigitaleInklusion #ContinuousRelaunch

Die Bertelsmann Stiftung ist in der öffentlichen Wahrnehmung überaus engagiert im Thema Digitalisierung, zum Beispiel aktuell mit dem Forderungskatalog Smart Country. Dort ist zu lesen, die Zeit dränge, Deutschland brauche mehr Tempo. Wie verträgt sich diese Forderung mit dem „langen Weg zum digitalen Arbeitsplatz“?

Wir beschäftigen uns mit dem digitalen Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft unter dem Aspekt der „Teilhabe“ von Menschen (siehe dazu unser aktuelles Dossier bertelsmann-stiftung.de/digitalisierung). Und die Herausforderungen unserer Zeit spiegeln sich selbstverständlich auch in unserer eigenen Belegschaft wieder.

Spannend für uns als Organisation im Wandel ist, dass wir die Entwicklung der digitalen Transformation in Unternehmenswelt und Gesellschaft schon frühzeitig sehr genau beobachtet und kommentiert haben, die interne Umsetzung für uns aber eine genauso große Herausforderung ist wie für viele andere Unternehmen. Das, womit wir uns als Organisation beschäftigen müssen – neue Raumkonzepte, Mobiles Arbeiten, Agiles Projektmanagement, Führung im digitalen Zeitalter etc. – stellt Strukturen und Konzepte in Frage, die sich jahrelang bewährt hatten. Das ändert sich aber nicht von gestern auf heute.

Wie schaut oder soll der digitale Arbeitsplatz bei der Bertelsmann-Stiftung ausschauen?

Idealerweise so, wie es die Arbeit unserer Mitarbeiter unterstützt. Also möglichst mobil, flexibel, zeit- und ortsunabhängig über mehrere Kanäle. Auch das dauert und ist eine Herausforderung – nicht nur technisch.

Der Weg zu diesem digitalen Arbeitsplatz wird auch analog beschritten. Ist dies ein Zugeständnis an ggf. heute noch fehlende Kompetenzen, Infrastruktur und mehr? Welche Strategie bestimmt diesen partiell analogen Weg?

Wir denken, wer dieses „Zugeständnis“ an seine Mitarbeiter nicht macht, begeht einen strategischen Fehler. Der oben erwähnte Teilhabegedanke steht auch in unserem Leitbild ganz vorne an. Menschen, die sich mit der Schnelligkeit des digitalen Wandels schwer tun oder einfach nicht besonders digital-affin sind, sollten von ihren Arbeitgebern immer die Chance bekommen, neue Technologien und Arbeitsweisen zu erlernen.

Die Digital-Workplace-Strategie einer Organisation sollte diesem Credo folgen und nicht andersherum.

Im Zusammenhang mit dem digitalen Arbeitsplatz wird auch gerne über Herausforderungen gesprochen. Was ist für Sie persönlich die größte Herausforderung in Ihrem Projekt?

Das ist das Stakeholder-Management und die Einbindung aller Beteiligten – auch aus den oben genannten Gründen.

Welche Erwartungen haben Sie an den IOM Summit?

Auf unserem ersten IOM-Summit 2015 haben wir viel aus anderen Projekten gelernt. Nun wollen wir gern etwas zurückgeben und gleichzeitig den Erfahrungsaustausch suchen. Ein Blick über den Tellerrand der eigenen Organisations- und Branchengrenzen ist immer hilfreich.

Herr Diekmann, Herr Huntemann, vielen Dank.

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.