#ioms17 Dr. David Reinisch, Allianz Deutschland, taggt seine Keynote: #nativ #naiv #digital

Der erste Konferenztag des IOM Summit startet knackig, betrachten wir die Hashtags, mit denen Dr. David Reinisch seine Keynote “Arbeitswelt 4.0 – Veränderungen für die Arbeitsorganisation im digitalen Zeitalter” kennzeichnet. Drei Hashtags, die wir, diese Empfehlung sei gestattet, im Verlaufe der zwei Tage durchaus öfters hervorholen und im Denken praktizieren könnten.

Dr. David Reinisch studierte Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Anschließend promovierte er im Bereich Arbeitsmarktökonomik. Vier Jahre lang arbeitete er in verschiedenen Funktionen in der Medienbranche. Unter anderem war er Produzent und Moderator einer Politiksendung im Öffentlich Rechtlichen Fernsehen.

Im Jahr 2015 wechselte er in den Think Tank „Zukunftsthemen“ der Allianz Deutschland AG. Heute leitet er den neuen Think Tank „Arbeitswelt 4.0“ und ist Mitglied im Kernteam Change.

Welche drei Schlagworte beschreiben Ihre Keynote?

#nativ #naiv #digital

Was verstehen Sie unter „Arbeitswelt 4.0“?

Neue Formen der Zusammenarbeit, weil sich unsere Art zu denken, zu leben und zu arbeiten entscheidend verändert haben und weiter verändern werden.

Die Allianz Deutschland AG beschäftigt sich in einem eigenen Fachbereich mit Zukunftsthemen, unter anderem durch zunehmende Digitalisierung. Doch wie schaut die Beschäftigung mit der Arbeitswelt von morgen aus?

(Das stimmt nicht (mehr). Der Fachbereich wurde jetzt in die Bereiche Politik und Regulierung sowie in HR integriert. Wir haben zudem einen Chief Customer Officer ins Leben gerufen.)

Wir betrachten jedoch insgesamt die Lebenswelten der (potenziellen) Kunden und die Veränderungen der nächsten Jahre sehr viel holistischer. Nur wer die Lebenswelt von Morgen versteht, kann die Arbeitswelt entsprechend darauf ausrichten.

Was treibt Sie, was treibt die Allianz Deutschland AG, sich derart intensiv der Arbeitswelt 4.0 (morgen und in Zukunft) anzunehmen?

Da gibt es nicht die eine Antwort. Da gibt es viele. Aber natürlich will man mit seinen Geschäftsmodellen auch in Zukunft relevant sein und sollte Entwicklungen antizipieren können. Wir wollen aber auch neue Geschäftsfelder erschließen. Dafür möchten wir so gute Mitarbeiter wie möglich im Unternehmen halten, sie entwickeln und gewinnen.

Die Arbeitsweise und die Unternehmenskultur sind ganz entscheidende Bausteine für diese Ziele.

Man hört häufig, die Mitarbeitenden müssten mitgenommen oder abgeholt werden. Wie empowert die Allianz Deutschland AG ihre Mitarbeitenden?

Ich halte nichts von der Aussage, dass man die Mitarbeiter abholen muss. Das vermittelt das falsche Bild. Die digitale Transformation ist keine Busreise, wo man die Mitarbeiter einsammelt und von Ort A nach B bringt.

Ziel ist es, eher aufeinander zu zugehen und gemeinsam eine Reise zu machen. Vielleicht ist das Bild einer gemeinsamen Bergwanderung besser geeignet. Da müssen sich alle Beteiligten bewegen, sich anstrengen und man entdeckt neue Dinge auf Wegen, die man sich eigentlich ein Stück weit anders vorgestellt hätte. Wir versuchen deshalb so häufig und gut wie möglich in den Dialog zu treten.

Unser Anspruch ist es, dass der Mitarbeiter versteht, was sich da in der Welt gerade ändert und was das eigentlich mit ihm zu tun hat. Wir glauben, dass der eigene Veränderungswille der Mitarbeiter der entscheidende Erfolgsfaktor für die digitale Transformation ist.

Welche Erwartungen haben Sie an den IOM Summit?

Veränderung hat sehr viel mit Kommunikation zu tun und mit dem Teilen von guten und schlechten Erfahrungen. Ich komme das erste Mal und hoffe deshalb auf einen spannenden und ehrlichen Austausch.

Vielen Dank, Herr Dr. Reinisch.

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.