#ioms17 #GenerationenTalk GenY trifft Digital Immigrant

Im September ist es wieder soweit: das Netzwerk, die Community oder auch Familie, der digitalen Transformation, Arbeitswelt 4.0 oder des Digital Workplace trifft sich zum jährlichen IOM Summit in Köln. Über Twitter bleiben wir unterjährig verbunden und freuen uns bekannte und neue Mit-Denkende.

Grundsätzlich, so lässt sich vermuten, sind wir alle infiziert von diesem Virus des Aufbruchs und der Veränderung. Allen gemein ist die Zugehörigkeit zu einem Unternehmen, wir stehen alle in irgendeiner Form in Lohn und Brot, gleichgültig, ob angestellt oder freiberuflich. Das schafft Gemeinsamkeit, denn schließlich wissen wir alle, was es bedeutet, jeden Tag beruflich seine Frau / seinen Mann zu stehen.

Wenn denn die jungen Menschen auf den Bildschirm des Interesses kommen, dann als

  • Bedrohung, schließlich gefährden sie per angeborener Digitalität uns Alte (eine Argumentation, die ich durchaus des Öfteren vernahm),
  • Mentor/-in, die via Reverse Mentoring ergrauten Vorständen ihre Welt der sozialen Medien nahebringen (und umgekehrt Einblick in die Welt der alten Führungskraft erhalten),
  • Vorbild der Transformation selbst, da zu vernehmen ist, wir alle müssten Digital Natives werden
  • oder als Objekt diverser Reports und Untersuchungen, die entweder erbringen, wie übel es um die Jugend steht, oder aber den Beweis antreten, ganz so schlimm sind seien sie dann doch nicht.

Bereits 2009 war zu lesen: „”Digital Natives” sind mit Wikis, Blogs und Social Networks aufgewachsen und unterscheiden kaum mehr zwischen virtueller und realer Welt. Unternehmen sind gut beraten, die Web-Ureinwohner ernst zu nehmen. Denn sie können nicht weniger als unsere Gesellschaft verändern.“

Heute, 8 Jahre später, stehen wir durchaus vor einer veränderten Gesellschaft, und z. B. zahlreiche StartUps junger Menschen nutzen die sich verändernde Gesellschaft und Ökonomie, indem sie erfrischend wagemutig in unternehmerische Lücken grätschen und der alten Unternehmenskultur die Disruption nur so um die Ohren hauen.

Nun ist aber nicht jeder sog. Digital Native der geborene StartUp-Gründer, also was macht der Rest von ihnen? Sie streben in Ausbildung und Studium und damit in eine berufliche „Vorbereitungsphase“, die selbst defizitär im Thema Digitalisierung und moderne Lernkonzepte unterwegs ist. Weitestgehend zumindest. Beruflich scheint mit Studien- oder Ausbildungsmöglichkeiten der Generation Y dann wohl doch nichts anderes übrig zu bleiben, als den herkömmlichen Pfaden zu folgen, um in bestehenden Systemen funktionieren zu können. Und es dann so zu handhaben, wie viele Mitarbeitenden im Unternehmen: die digitalen Ambitionen werden an der Pförtnerstelle abgegeben und im Privaten ausgelebt. Und dann macht es keinen Unterschied mehr, ob ein Digital Immigrant über 50 Jahre die Fotos seiner Kreuzfahrt auf Facebook postet oder eine 17-Jährige über WhatsApp Fotos und Videos aus „Maldukalle, einem winziger Ort in den Bergen“ Sri Lankas sendet (beides aktuelle Erfahrungen).

Vielleicht doch mit dem einen kleinen Unterschied: besagter Digital Immigrant hält sich im Unternehmensnetzwerk vorsichtig zurück und erwartet hier noch die Aufklärung über die Sinnhaftigkeit, Informationen zu teilen, während die 17-Jährige ihre Fotos per WhatsApp gezielt nur an mich oder ausgewählte Freundinnen sendet.

Kommen wir zum IOM Summit zurück, dem Treffen derer, die dank digitaler Infektion vieles in ihrem Unternehmen bewegen und auf den Weg bringen. Dahinter stehen auch weitere Personen in den Unternehmen, denn wenn es durchaus auch einzelne Evangelisten sein mögen, die vorbildhaft motivieren, so könnten diese alleine die Initiativen – wie die zahlreichen Praxisbeispiele zeigen werden – nicht stemmen. Folgen wir einer simplen Logik, dann könnte gemutmaßt werden, all die neuen Kollegen und Kolleginnen der Generation Y sind die idealen Ambassadoren, Guides, Coaches, die tatkräftig und mit wesentlich längerer Erfahrung als die Digital Immigrants in den Veränderungsprojekten mehr als willkommen sind. Sie, um obiges Zitat zu bemühen, werden uns helfen, auch die virtuelle Arbeitswelt nicht mehr von der realen unterscheiden zu können.

Konnten Sie meinen Gedanken bis hierher folgen?

Dann werden auch Sie vielleicht gespannt sein auf den Generationen Talk beim IOM Summit. Denn rund um den IOM Summit wollen wir zwei Generationen ins Gespräch bringen: auf der einen Seite einen Unternehmensmitarbeiter, im Anliegen für den Digital Workplace seit Jahren unterwegs, auf der anderen Seite einen jungen Studenten der BWL/VWL, der seine Schulzeit noch nicht vergessen hat und mitten in der nächsten Qualifizierungsphase für seine berufliche Laufbahn steht: Michael Otto von der Bayer Business Services GmbH und Marc Leonhard, der gerade sein zweites Semester an der Uni Münster mit 4 Klausuren hinter sich brachte.

Michael und Marc, denen ich heute schon für ihre Teilnahme danke, werden über ihre Erwartungen, Hoffnungen und Realitäten sprechen. Demnächst hier im Blog im Interview. Ich freue mich auf die beiden.

Wer sich ein wenig vorab einlesen möchte, hier ein paar Lesetipps:

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.