#ioms17 Nadine Pachali stellt den Digital Workplace der Zukunft bei der ANWR GROUP eG vor.

Ich will und kann hier im Blog eine Vorstellung der ANWR Group nicht vorwegnehmen, habe aber wie immer bei meinen Interviewpartner und -partnerinnen einen Blick auf die Unternehmensseite geworfen. Und lese dort, die ANWR Group gehöre zu den führenden Handelskooperationen in Europa und mehr als 6.000 Schuh-, Sport- und Lederwaren-Händler sowie zahlreiche Verbundgruppen nutzen das vielfältige Dienstleistungsangebot  – eine Aussage, die überschrieben ist mit dem Satz “Wir managen Kooperationssyteme”. Liegt hier der Treiber für den Digital Workplace: Handel, B2C-Anforderungen, Managen der Kooperation?

Doch einen Bogen aus vermutet lockeren Fäden in die Zukunft zu spannen genügt nicht, deshalb haben wir Nadine Pachali um ein Interview gebeten.

Nadine Pachali ist gelernte Werbekauffrau, Medienproduktionerin und staatlich geprüfte Kommunikationswirtin. Nach mehrjähriger Tätigkeit in einer PR- und Werbeagentur war sie im Marketing eines internationalen Pharmakonzerns tätig. Seit 2012 kümmert sie sich bei der ANWR GROUP in verschiedenen Bereichen um die digitale Kommunikation.

In ihrer aktuellen Rolle als Projektleiterin des Projektes „Digitaler Arbeitsplatz der Zukunft“, vermittelt Sie zwischen IT und Anwender. Technik ist Voraussetzung für moderne Zusammenarbeit, aber wirklich entscheidend ist der Wandel in den Köpfen der Mitarbeiter. Mitarbeiter vorbereiten, mitnehmen und begeistern ist hier das höchste Ziel.

Welche drei Schlagworte kennzeichnen Ihren Beitrag auf dem #ioms17?

#Digitalisierung = Kulturarbeit #Digitalisierung kommt mächtig – aber nur langsam beim Mitarbeiter an #New Way of working together = macht Angst

Sie sind Projektmanagerin „Digitaler Arbeitsplatz der Zukunft“ ANWR GROUP eG. Wann ist Ihr Projekt gestartet, aus welchen Bereichen / Abteilungen kommen die Projektmitglieder und wie lange veranschlagen Sie die Projektlaufzeit?

Das Vorprojekt zur genauen Definition der Anforderungen startete im Oktober 2015 mit Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Unternehmenskommunikation, Rechenzentrum, HR, Marketing, Innovationsmanagement und Business Development unserer verschiedenen Gesellschaften.

Das Vorprojekt zogen wir in 3 Monaten durch, im Frühjahr 2016 starteten wir dann mit den ersten Workshops zum Collaborationteil. Die Entscheidungsfindung dann doch auf Microsoft Office365 zu setzen, dauerte etwas länger. Um das bereits kommunizierte Timing zu halten wurden die Teile Collaboration (= Team-, Projekt- und Themenräume) und Publishing (= Intranet) innerhalb von 15 Monaten parallel entwickelt.

Welche(r) Auslöser ließ das Projekt starten?

Die komplette Neuausrichtung des Unternehmens mit den Säulen Digitalisierung und Vertikalisierung.

Woran werden Sie den Projekterfolg messen?

An der Akzeptanz und Inanspruchnahme der Mitarbeiter, an der Bereitschaft das Projekt weiterzuentwickeln.

Wenn Sie einen kurzen Ausblick auf Ihren digital Workplace schon heute geben mögen, wie würden Sie ihn beschreiben?

Digitale Arbeitsplätze verändern die Arbeitswelt noch deutlicher als Architektur (Großraumbüros, flexible Arbeitsplätze, Stillarbeitsräume, Lounges zur Kommunikation…).

Auch ist nicht die Technik das Entscheidende, sondern die gesamte Art und Weise der neuen Zusammenarbeit und der damit verbundenen neuen Kultur.

Welche Erwartungen haben Sie an den IOM Summit 2017?

Open Thinking: Impulse. Inspiration. Querdenken, Hinterfragen. Zukunftsbilder. Verneinung. Widerspruch.

Vielen Dank, Frau Pachali.

Ihre Erwartung eines Open Thinking ließ mich schmunzeln, wurde eben dieses doch mit damaligen Eintritt in meinen Vorruhestand das “tatsächlich lebbare Motto” meiner Tätigkeit. Ich freue mich auf das Treffen.

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Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.