Wettbewerbsvorteil Social Software – Studie von MarketsandMarkets

Pixabay / tpsdave / David Mark

Welches DAX 30 Unternehmen setzt heute nicht SAP (oder einer andere fühende ERP Lösung) ein? Eine eher rhetorische Frage. In den 1980er Jahren war SAP (resp. ERP) der Treiber von Wettbewerbsvorteilen. Heute ist es fast ein defacto Standard bei den Großunternehmen. Wettbewerbsvorteile lassen sich noch durch die Anwendungsspezifika erreichen aber nicht mehr durch die Tatsache dass SAP überhaupt eingesetzt wird und der Wettbewerb es nicht nutzt.

Anders bei Social Software. Hier können Unternehmen noch doppelt Wettbewerbsvorteile schöpfen, einerseits durch den Einsatz an sich, andererseits durch die richtige Nutzung und den zielführenden Einsatz dieser neuen Kollaborations-software-Tools. Anders als bei ERP Software, ist der Markt hier noch sehr segmentiert. Das ruft nach Orientierung.

Die im Februar 2013 veröffentlichte Studie “Enterprise Social Software/Networking Market – Global Advancements, Demand Analysis & Worldwide Market Forecasts (2013 – 2018)” von MarketsandMarkets möchte hier den Weg ausleuchten bis ins Jahr 2018. Ein anspruchsvolles Unterfangen bei einem so dynamischen Themenfeld wie Enterprise 2.0 und Social Software.

Schon die Vielzahl von Anwendungen als Wiki, Social Network, Social Intranet, Microblogging zeigt eine vielfältige Landschaft, die sich rapide entwickelt.

Zum Thema Wettbewerbsvorteil und allgemeiner Adoption von Social Software schreibt Research and Markets zum Report:

MarketsandMarkets believes that the need for increasing enterprise productivity, along with cost control measures is playing a pivotal role in shaping the future of enterprise social software. Even though the adoption of these tools is relatively slow due to closed mindsets of the top management ; these solutions are expected to grow steadily and have a pervasive existence across all major verticals, owing to the growing demand of ‘social connectedness’, on a real-time basis.

These solutions are well positioned to bring businesses closer, despite time zone barriers and organizational structures. MarketsandMarkets further expects that the integration of enterprise social software tools with the existing collaborative organizational tools and applications will further enhance the growth of enterprises, while ensuring their compliance and regulatory policies.

Zitiert aus http://www.researchandmarkets.com/reports/2419117/enterprise_social_softwarenetworking_market

Der gesamte Report ist mit 3.557 Euro für die Single User Lizenz nicht gerade Portokasse. Unter https://www.researchandmarkets.com/feats/login.asp?returnUrl=/research/z6xkwz/enterprise_social bekommt man gegen Adressabgabe ein dreiseitiges Free Sample von dem Report.

Es bleibt die Frage, wie aktuell derartige Studien sein können, wenn man sieht wie sich der Markt doch permanent verändert und Social Media und Social Software ständig neue Möglichkeiten entwickeln Unternehmen kollaborativer und damit effizienter und innovativer zu machen. In jedem Fall eine spannende und elaborierte Momentaufnahme der Social Software Entwicklung 2013.

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Thomas Koch

Thomas Koch

Geschäftsführer at Kongress Media
Im Sommer auf dem Rennrad durch Bayern jagender Geschäftsführer von Kongress Media GmbH und N:Sight Research GmbH.

  • Alex

    Hallo Herr Koch, interessanter Bericht. Jedoch bringt die reine Einführung einer Social Software Lösung überhaupt nichts. Dazu muss im Unternehmen selbst die Prozesse und die Arbeitsweise auf die Software ausgerichtet werden. Das sollte unbedingt beachtet werden!