#cebiteda16 Interview: Nachgefragt bei Dirk Röhrborn #transparent #vernetzt #agil

#cebiteda16Wir schnuppern schon jetzt ein wenig ins Programm der Enterprise Digital Arena auf der Cebit und erfragen Hintergründe zu einzelnen Programmpunkten.

Wir starten mit Dirk Röhrborn, der am 16.03.2016 um 11:10 Uhr mit einem Impulsvortrag auf die nachfolgende Expertendiskussion einstimmen wird.

Dirk Röhrborn ist einer der beiden Geschäftsführer der Communardo Software GmbH, deren Motto “communicate. collaborate. connect” prädestiniert scheint für das Thema der Expertenrunde: “Herausforderungen der digitalen Arbeitsorganisation”.

#transparent #vernetzt #agil

Herr Röhrborn, Sie sind Experte für digitale Arbeitsorganisation. Wenn Sie drei Hashtags nutzen dürften, welche wären dies, um diese digitale Arbeitsorganisation zu kennzeichnen?

Für mich sind die Begriffe #transparent, #vernetzt und #agil untrennbar mit digitaler Arbeitsorganisation verbunden. Der Sinn digitaler Arbeitsorganisation liegt darin, im gesamten Team Klarheit über die Ziele und den aktuellen Stand zu haben, so dass bereichs- und standortübergreifend effektiv zusammengearbeitet werden kann. Auf diese Weise können die Bedürfnisse der der Kunden schnell und flexibel, also agil erfüllt werden.

Kommunikationskanäle und Systeme reduzieren

Die Arbeitsorganisation hat sich eigentlich ja stetig weiterentwickelt. Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie heute?

Die größten Herausforderungen liegen aus meiner Sicht darin, ein hohes Maß an Nutzbarkeit der digitalen Prozesse zu erzielen und die Mitarbeiter auf die richtige Weise mitzunehmen. Thorsten Dierks, Chef von Telefonica Deutschland hat dazu markig aber treffend angemerkt: „Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess.“

Zunächst müssen also Prozesse gut durchdacht gestaltet und dann digitalisiert werden. Die Auswahl der richtigen Plattform ist dann ebenso wichtig wie eine gute Usability für die Anwender. Die Reduktion der Anzahl an Kommunikationskanälen und Systemen ist dabei eine aktuelle Herausforderung in vielen Unternehmen.

Nichtzuletzt gilt es, die Nutzung auf die richtige Weise in der Organisation und bei den Mitarbeitern und inbs. bei den Führungskräften zu verankern. Change Management und die Vermittlung digitaler Kompetenzen sind dafür zentrale Aufgaben.

Agile Ansätze in der Arbeitsorganisation

Sie eröffnen das Panel mit einem Impulsvortrag. Mit welcher Botschaft wollen Sie die anschließende Diskussion entzünden?

Dirk_Roehrborn

Die klare Botschaft lautet: Für die Unternehmen liegen große Chancen darin, agile Ansätze in ihre Arbeitsorganisation zu übernehmen und die richtigen Softwareplattformen für die Digitalisierung ihrer Prozesse zu nutzen. Über die Herausforderungen bei der Umsetzung möchte ich dann mit den Panel-Teilnehmern diskutieren.

Ich möchte alle Leser herzlich einladen, am Mittwoch, den 16.3. um 11:10 Uhr, auf die Cebit Enterprise Digital Arena in Halle 4 (A58) zu kommen und dabei zu sein.

Digitalität muß elegant in den Hintergrund treten.

Die Initiative Arbeiten 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit & Soziales wirbt mit dem Slogan: der Mensch bleibt im Mittelpunkt. Welchen Handlungsspielraum sehen Sie für den Einzelnen in der digitalen Arbeitsorganisation, steht Digitalität oder Mensch im Mittelpunkt?

Eines ist für mich ganz klar: Der Mensch und seine kreative Leistung müssen auch weiterhin im Mittelpunkt stehen! Digitale Technologien sollten dafür genutzt werden, dies zu ermöglichen. Es ist Aufgabe der Softwarehersteller und Lösungsanbieter diese so zu perfektionieren, dass die Digitalität als solche elegant in den Hintergrund tritt und nur wenig zu spüren ist. Dazu gehört insbesondere auch, stupide Routinetätigkeiten durch Automatisierung zu vermeiden.

Wir sollten hier aber ehrlich sein und zugeben: dies kann in vielen Berufen kurzfristig auch Arbeitsplatzverlust bedeuten. In der Geschichte haben technologische Innovationen jedoch immer dazu geführt, dass langfristig mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet wurden.

Bei den Wissensarbeitern bedeutet Vermeidung von Routine schon heute vor allem eines: mehr Freiraum für kreative und wertschöpfende Arbeiten und mehr Zeit für persönlichen Kontakt zu Kunden, Partnern und Kollegen.

Dirk Röhrborn, Danke für die Antworten, die auf die Diskussionsrunde neugierig machen, und auch ein herzliches Danke für die Geschwindigkeit, mit der die Antworten eintrafen.

Also vormerken: 16. März um 11:10 Uhr in Halle 4 gibt es mehr zu den besonderen Herausforderungen der digitalen Arbeitsorganisation.

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Ellen Trude
Ellen Trude, nach 28 Jahren Tätigkeit in Aus- und betrieblicher Weiterbildung der Bayer AG mit stets neuen und meist innovativen Projekten und Aufgaben nunmehr in einer gesunden Mischung aus Vorruhestand und Aktivitäten rund um Workplace (Arbeiten 4.0 / Digitalisierung) und Lernen (Lernen 4.0 / Social Learning) unterwegs - meist digital.