#IOMS16 Nadine Westgate, Know How! AG, über: Die digitale Führungskraft: ein sensibler Moderator

Black and white photo of people putting their hands together. Group of people. Shot from above.

Gastbeitrag von Nadine Westgate, Know How! AG

„Digital“ scheint das Wort der Stunde zu sein. „Digital Workplace“ und „digitale Transformation“ begegnen uns in allen Medien. Viele Unternehmen nehmen mehr oder weniger engagiert den Wandel der Arbeitsweise in Angriff. Prozesse und Abläufe werden verändert, neu definiert und natürlich sollen sich alle Mitarbeiter schnellstmöglich umgewöhnen.

Dabei wird gerne ein entscheidender Aspekt vernachlässigt: Die Führungsrolle. Wenn sich die Arbeit verändert, muss sich auch die Führung anpassen. Und ohne digitale Führung kann das mit der digitalen Transformation nichts werden.

 

Wandel im Unternehmen, Wandel in der Führung

Kaum jemand zweifelt noch an, dass der digitale Wandel kommen wird – die Frage ist nur noch, wann und wie er vollzogen wird. Umso verblüffender sind die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Initiative Zukunftsfähige Führung. Deren Ergebnisse deuten darauf hin, dass deutsche Vorgesetzte noch immer in althergebrachten, hierarchischen Führungsstilen verhaftet sind. (Hier erfahren Sie mehr über die Ergebnisse der Studie)
Wie soll sich so ein Social Business etablieren, dessen wichtigste Merkmale Transparenz und Partizipation sind? Die Antwort liegt auf der Hand: überhaupt nicht. Führungskräfte müssen ihre Prinzipien auf den Prüfstand stellen, sich verändern und – wie ihre Mitarbeiter auch – neue Kompetenzen erlangen.

Virtuelle Führung – alles neu?

Für Digitale Führung gibt es einige Voraussetzungen. Technische Kompetenz ist notwendig, das ist klar. Aber mindestens ebenso wichtig ist eine partizipative Orientierung. Die digitale Führungskraft beteiligt ihre Mitarbeiter. Wo früher hinter verschlossenen Türen eine Entscheidung getroffen wurde, wird heute eine Diskussion auf Augenhöhe geführt, in der die Führungskraft zum Moderator wird. Weitere Voraussetzungen sind Vertrauensbereitschaft und Offenheit, besonders wenn das Team viel reist oder über mehrere Standorte verteilt ist.

Führen auf Distanz bedeutet erschwerte Bedingungen bei Vertrauensaufbau, Teamkultur, Kommunikation, die Festlegung von Arbeitsroutinen und Mitarbeiterentwicklung – sind aber in virtuellen Teams umso wichtiger. Hier kommt es auf Fingerspitzengefühl an. Ein partizipativer Führungsstil fördert die Motivation und Beteiligung bei den Mitarbeitern.

Virtuell führen heißt, sensibel auf Personen eingehen zu können, die sich im Extremfall am anderen Ende der Welt aufhalten. Und es heißt, die Beiträge aller Mitarbeiter zu moderieren, zu würdigen und transparente Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen.

Bei der Know How! AG werden diese Fähigkeiten als Leadership 2.0 zusammengefasst. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Qualifizierungskonzeptes für Social Business.