Herbert Lohninger: Mit KI kann sich der Mensch am Digital Workplace auf seine Stärken fokussieren!

In unserem dritten Referenten-Interview zum Digital Workplace Tech FORUM freuen wir uns über die Antworten von Herbert Lohninger. Herbert Lohninger ist seit März 2018 Head of Digital Workplace Services bei einem internationalen Automobilkonzern mit Sitz in Österreich. In seiner Funktion verantwortet er den neuen digitalen Arbeitsplatz  weltweit und unterstützt so die Digitalisierungsstrategie des Konzerns. Er ist seit mehr als 20 Jahren im Bereich IT tätig. Davon die letzten 13 Jahre in Führungspositionen. Davor war er für den niederländischen Logitstikkonzern Nedlloyd ebenfalls in der IT tätig.

Darüber hinaus ist er außerdem leidenschaftlicher Keynote Speaker und Trainer zu den Themen Digitalisierung, Leadership & Kultur und natürlich seinem Spezialgebiet Workplace (siehe Details auch unter www.lohninger.it). Beim Digital Workplace Tech FORUM wird er einen der Einführungsvorträge zum Thema „Digital Workplace – what’s next? Wie und wo KI Einzug in unser Büro nimmt“ halten.

(1) Hr Lohninger – Sie sind sind als Referent bei unserem Digital Workplace Tech FORUM dabei und sprechen dort über KI im Kontext des Digital Workplace. Mit welchen drei Schlagworten können wir Ihren Beitrag auszeichnen?

  • KI erklärt
  • Produktivitätssteigerung in der alltäglichen Arbeit
  • Der Durchbruch von „Sprachunterstützung“

(2) Zum Einstieg mal kurz Ihre Einschätzung: Wie lange dauert es bis KI die routinemäßige Sach- und Wissensarbeit übernommen hat?

1-5 Jahre. Hier kommt es a.) auf die Branche an, wo sie eingesetzt werden soll und b.) wie weit die Marktreife der Lösung ist.

(3) Welche kurzfristigen Veränderungen sehen Sie durch KI am digitalen Arbeitsplatz?

Um den Menschen einen Produktivitätsvorteil und vor allem einen Zeitvorteil in seiner täglichen Arbeit zu verschaffen (Stichwort: z.B. Recherchetätigkeiten)

(4) Welche Chancen ergeben sich aus dem Einsatz von KI für die Mitarbeiter und die Organisation?

Wie in Frage 3) erwähnt – ist das Ergebnis ein Produktivitätsvorteil für den einzelnen Mitarbeiter. Dh die Mitarbeiter können zB Routine Tätigkeiten an KI auslagern. Der Vorteil besteht darin, dass KI dies schneller kann als ein Mensch. Der Mensch selbst kann sich dann auf seine Stärken fokussieren.

(5) Welche prozessualen und organisatorischen Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit KI einen positiven Effekt hat?

In erster Linie geht es sicher um Akzeptanz. In der Unternehmensführung und dann begleitet durch die Führung b.) beim Mitarbeiter selbst. Dies ist wie bei vielen anderen Digitalisierungsthemen/projekten natürlich mit einem großen Change verbunden.

Die Mitarbeiter müssen klar das Gefühl haben, dass die persönliche Arbeit dadurch extrem erleichtert wird. Sie selbst aber den „Lead“ in deren Arbeit auch zukünftig haben und natürlich nicht durch KI oder „Maschinen“ ersetzt werden.

Laut einer aktuellen BitKom Studie hat sich die Meinung bei der deutschen Bevölkerung dazu in letzter Zeit zum Positiven entwickelt: „62 Prozent halten KI vor allem für eine Chance, 35 Prozent für eine Gefahr“

Weitere Details zu dieser Frage kommen natürlich in meiner Keynote.

(6) Mit welchen Erwartungen kommen Sie zum Digital Workplace Tech FORUM?

Ich freue mich auf interessierte Teilnehmer, interessante Gespräche in den Pausen und natürlich interessante Vorträge der anderen Speaker.

Einen regelmäßigen (Erfahrungs)austausch halte ich für immer wichtiger.