Ist der “Intranet as a Service”-Ansatz die Zukunft des modernen Intranet im Kontext der Cloud-basierten Digital Workplace Ansätze?

Mit der Diskussion um die Cloud-basierten Produktivitätssysteme aka Office 365 und G Suite als Plattform für den Digital Workplace ist auch das Konzept der Intranets einmal mehr zu überdenken. Nach der In-Fragestellung des Intranet-Ansatzes durch die kollaborativen Plattformen (was letztlich zum Social Intranet führte) und der Integrationsplattform-Idee des Digital Workplace und der Enterprise Messaging Plattformen – rollt nun die 3. Welle mit dem Hype um die Cloud-Office-Lösungen (MS Office 365 und G Suite) an.

Beim diesjährigen Digital Workplace Tech FORUM steht insbesondere die Ausgestaltung der Digital Workplace Strategie rund um die Cloud-Office-Ansätze im Mittelpunkt. Dabei ist der Intranet-Lösungsansatz ein Teil des zur Diskussion stehenden Gesamtkonzeptes.

Cloud-basierte Intranet-Lösungsansätze auf dem Vormarsch

Vor dem Hintergrund, dass Unternehmen auf die Cloud-basierten Office-Lösungen setzen, die zugleich auch kollaborative Features (z.B. in Form von MS Teams) mitbringen und Dokumentenablagen sowohl Cloud-basiert als auch On-Premise organisieren, stellt sich die Frage, wie sich die Zukunft des Intranet darstellt. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen haben sich eine ganze Reihe von neuen “Intranet as a Service”-Konzepte wie Beezy, Fresh, Hoozin, Powell, Unily, Wizdom und viele Weitere.

Die derzeit wohl umfassendste Marktübersicht zu diesem Thema bietet der “SharePoint Intranets in-a-box report 2019” von Sam Marshall und seinem Clearbox Consulting Team. Der Report bietet einen Überblick über 56 Tool-Ansätze – mit durchaus sehr unterschiedlichen Konzepten. In einem Beitrag von Wolfgang Miedl auf Sharepoint 360 werden (entlang der vorangestellten Studie) die Besonderheiten der “Intranet-In-A-Box” sehr schön beschrieben. Die größten Defizite sehen die Autoren dabei in den unzureichenden Social Features und den weitgehend fehlenden Analytics-Funktionen.

Als Zwitter zwischen der Microsoft- und Google-Welt (und nicht in der Studie gelistet) ist zudem noch LumApps anzuführen. Während die In-A-Box-Lösungen im Wesentlichen aus Standard-Baukastansätzen bestehen, die in unterschiedlicher Tiefe konfigurierbar sind und sich weitgehend in die Cloud-Office-Umgebung integrieren, bieten sich parallel zudem spezialisierte Cloud-basierte Intranet-Konzepte wie z.B. Thoughtfarmer, Iris, Oak oder Axero, die als Einzelanwendungen sowohl als Cloud- oder On-Premise-Version mit hoher Integration in die Cloud-Office-Welt daherkommen.

Als Fazit ist festzustellen, dass die Intranet-Lösungswelt mit den neuen Cloud-basierten Ansätzen nicht weniger komplex geworden ist.

Mit dem richtigen Strategie-Assessment zum passenden Lösungsansatz

Wie schon im letzten Beitrag geschrieben – sehen wir die Cloud-Office-Bewegung derzeit als wichtigen Treiber in der Digital Workplace Diskussion – dabei muss der Digital Workplace am Ende aber mehr als nur eine Cloud-basierte Produktivitätsunterstützung bieten. In seiner Keynote beim Digital Workplace Tech FORUM 2018 hat der oben bereits angeführte Sam Marshall von Clearbox Consulting unterschiedliche Intranet-Ansätze entlang einer “Town Planning”-Metapher verglichen.

Hier unterscheidet er unterschiedliche Schwerpunkte hinsichtlich der informationstechnischen, kollaborativen, kommunikativen und prozessualen Unterstützung. In der Tiefe wird sein Ansatz in dem Mitschnitt zu seinem Vortrag und der Diskussion deutlich:

Wie sehen Sie die aktuelle Entwicklung der Digital Workplace Technologien? Und wo sind die Schwerpunkt der Konzepte und Lösungsansätze? Diskutieren Sie mit uns beim diesjährigen Digital Workplace Tech FORUM am 20. Februar. Entlang von zahlreichen Projekterfahrungsberichten mit den unterschiedlichsten Umsetzungen wollen wir die Diskussionen vom letzten Jahr weiter vertiefen. Wir freuen uns einmal mehr auf die spannenden Diskussionen mit den Praxisreferenten.